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Even if he hate to disappoint...

um 16:15 | 16.07.2008 | Thema: Editorial
....our Russian friends:

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Oliver Gassner: Hallo Herr Schwartz!
Oliver Schwartz: Hallo Herr Gassner!
Oliver Gassner: Wären Sie son nett sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorzustellen und zu erzählen, was der "Head of Corporate Communications" der COMBOTS AG vorher gemacht hat?
Oliver Schwartz: Ich leite bei der ComBOTS AG die Unternehmenskommunikation und bin seit mittlerweile 12 Jahren in der IT-Industrie. Stationen waren zum Beispiel PR-Manager bei 3Com, Palm oder U.S. Robotics oder auch VP Corporate Communications bei der ELSa AG. Nach mehreren Jahren in der WLAN-Branche (WeRoam, Gemtek Systems) bin ich 2004 als Director Communications zur WEB.DE AG gekommen, der heutigen ComBOTS AG.
Oliver Gassner: Wie viele Leute sind da mit der Kommunikation beschäftigt? In welche Untergruppen unterteilt sich so etwas?
Oliver Schwartz: Mit dem Verkauf unseres WEB.DE Portalgeschäfts an United Internet habe ich auch mein gesamtes Team mit überführt und baue seit März 2006 für ComBOTS eine neue Kommunikations-Infrastruktur auf. Aktuell sind wir im Headquarter zu dritt und werden unterstützt durch ein 5-köpfiges Team in unserer deutschen PR-Agentur und weitere Mitarbeiter bei diversen internationalen PR-Agenturen, da aber projektweise.
Oliver Gassner: Das heißt es sind nicht bestimmte Leute einzelnen Zielgruppen (User, Investoren, Blogger, Presse, ...) zugeordnet sondern man setzt für jeden Fall ein Projekt auf?
Oliver Schwartz: Unsere Kunden werden vom Bereich Customer Care betreut, die Investoren von unserem IR-Team. Die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Newsletter, Kooperationen, Sponsoring, Events und Promotions sind in dem Bereich Corporate Communications gebündelt. Eine klassische Marketingabteilung führen wir nicht. Unser Schwerpunkt liegt in der Markteinführungsphase klar auf die Ansprache über Medien und Multiplikatoren.
Oliver Gassner: Wie sortiert man eigentlich so komplexe Kommunikationsziele auseinander: Sexy für Anleger sein und attraktiv für User gleichzeitig. Gibt es da keine Konflikte?
Oliver Schwartz: Wir sehen das ganz nüchtern: Wir sind dann "sexy" für Anleger wenn wir attraktiv für User sind. Unser Aktienkurs ist deutlich unter unseren liquiden Mitteln, d.h. aktuell gibt es keine Vorschuss-Fantasie aber auch keine Kurs-Achterbahnfahrten. Erst einmal gilt es den Proof of Business Concept zu erbringen. Alle Kräfte sind gebündelt auf der Nutzerskalierung - hier in der Gewinnung aktiver Nutzer, die auch wieder ihren Beitrag zur viralen Verbreitung leisten.


Oliver Gassner: Hallo Björn!
Bjoern Behrendt: Hallo Oliver
Oliver Gassner: Stellst du dich unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vor? Was hast du vor hiogi.de gemacht?
Bjoern Behrendt: Ich habe die letzten drei Jahre bei eBay gearbeitet und dort den Bereich Platform Solutions (Entwicklerprogramm, Mobilfunk, Logistik) verantwortet. Davor war ich Berater bei KPMG Consulting.
Oliver Gassner: Wie ist das so bei eBay? Man hört ja von Ex-Mitarbeitern verschiedenes. Nicht ganz so kuschelig wie bei Google, oder?
Bjoern Behrendt: Bei Google war ich zwar noch nicht aber es hat mir bei eBay in Dreilinden sehr gut gefallen: Ein junges, dynamisches Team, das auf hohem Niveau im amerikanischen Stil arbeitet. Ich bin dort jeden Morgen sehr gerne hingefahren aber in mir brannte halt der Wunsch mich selbständig zu machen...
Oliver Gassner: Bei Firmen wie eBay oder beispielsweise Amazon frage ich mich, ob sie noch Antreiber der Innovation im Netz sind. Sind das nicht viel zu große Schlachtschiffe um noch agil zu sein?
Bjoern Behrendt: Da gebe ich Dir in jedem Fall recht! Viele kleine und flexible Start-Ups machen den Großen vor, wie es geht und werden ab und an aus diesem Grunde ja auch aufgekauft. Aber große Organisationen mit komplexen Prozessen, wie die NASDAG Internet-Unternehmen auf Innovation und Schnelligkeit zu trimmen ist nicht einfach... da bleibt dann die Schnelligkeit auf der Strecke und sicherlich steht auch mehr auf dem Spiel. Manchmal muss man als alteingesessenes Internetunternehmen eben auch auf den weisen Spruch: "Never change a running system" zurück greifen und die Innovation anderen überlassen.
Oliver Gassner: Ich habe ja langsam den Eindruck, dass auch Google zumindest technisch nicht mehr managebar ist. Aber das wird ja die mittelnahe Zukunft zeigen. - In "Wir nenne es Arbeit" wird skizziert, dass die Unzufriedenheit der Angestellten mit großen Firmen sie in die Angestellten in die Selbständigkeit treibt - das ist also bei dir nicht der Fall gewesen?
Bjoern Behrendt: Nein, ich hatte bei eBay den absolut coolsten Job, den ich mir wünschen konnte - mit vielen Freiheiten - was sicherlich auch an dem exotisch/innovativen Thema Webservices und Systemintegration lag, denn über das eBay-Entwicklerprogramm wird von externen Entwicklern sehr innovative Software gebaut.
Oliver Gassner: Was reizt dich am Unternehmertum?
Bjoern Behrendt: Die grüne Wiese... ein Pflänzchen zu pflanzen und es wachsen zu sehen.
Oliver Gassner: Sehr philosophisch ;) - Gut, kommen wir zu hiogi.de - was genau tut das und was tust du bei hiogi?
Bjoern Behrendt: hiogi ist die bequemste und persönlichste Suchmöglichkeit auf dem Handy. Die Nutzer schicken ihre Fragen per SMS und die hiogi-Community antwortet im Web. Die Antworten werden dann in wenigen Minuten per SMS zurück gesendet. Wer also mal im Kaufhaus den aktuellen Preis bei eBay oder Amazon wissen möchte schickt einfach "FRAGE Wie teuer ist der DVD-Player gerade im Internet?" an die 84000. Eine SMS kostet derzeit 50 Cent. Ich bin bei der hiogi GmbH Geschäftsführer und verantworte den Business-Bereich. Den Technik-Bereich verantwortet hingegen mein Geschäftspartner Christoph. Schöne Beispiele für eine typische hiogi-Frage sind z.B. auch lokale Tipps: "FRAGE Wo gibt es die beste Curry-Wurst in Berlin?" :)
Oliver Gassner: Ich muss ja zugeben, dass hiogi für Besserwisser und Netzrecherchefreaks wie mich genau das richtige ist. Gestern hab ich wegen hiogi gelernt was eine ehm, ich weiss es schon nicht mehr, jedenfalls was die Gradabweichung eines Kompasses in Düsseldorf zwischen geografischem und magnetischem Nordpol ist.



Oliver Gassner: Hallo Dominik.
Dominik Matyka: Hi Oliver, haben wir es doch noch geschafft. :)
Oliver Gassner: Würdest du dich unseren Leserinnen und Lesern bitte vorstellen? Was du so vor youmix.de gemacht hast?
Dominik Matyka: Sehr gerne. Mein Name ist Dominik Matyka, bin 24 Jahre jung. Habe in Wien und London BWL mit Fokus Innovations- und Technologiemanagement studiert und 2005 abgeschlossen. Danach meine Promotion an der HSG am MCM (media- and communication) - Lehrstuhl begonnen...immer noch dran...:) Zwischenzeitlich hat es mich mit ein paar Freunden in eine Marketingunternehmung verschlagen (erste richtige Gründung :) ), aus der ich dann letztes Jahr ausgestiegen bin... Danach habe ich nebst/kurz davor/kurz danach eine kleine Beteiligungsgesellschaft gegründet und in das eine oder andere Startup investiert bzw. dieses mitbegründet.... Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen... :)
Oliver Gassner: Hältst Du es für eine gute Idee Leute in vier Jahren durch ein Studium zu schleusen? Für mich klingt das mehr nach Schule als nach dem, was ich unter einer Universität verstehe.
Dominik Matyka: Huh, habe sogar nur drei Jahre studiert, da ich "sehr" fleißig war; andere würden sagen verrückt, da ich ziemlich viele Vorlesungen pro Semester absolviert habe...
Oliver Gassner: Ist das nicht Scheuklappe pur? Nur an der Studienordnung entlang?
Dominik Matyka: Ich persönlich halte es für eine gute Sache, sofern der Student einem gewissen Rahmenprogramm unterworfen ist...
Oliver Gassner: Also du hast schon mal in die Nachbarschaft geschaut?
Dominik Matyka: Wichtig ist vor allem, dass die intrinsische Motivation besteht, immer neues Wissen aufsaugen zu wollen, dann kommen die Scheine (Universitätsscheine) von alleine und die Zeit vergeht wie im Flug... Was konkret meinst du mit Nachbarschaft?
Oliver Gassner: Andere Disziplinen. Sachen, die nicht in Scheine umzubauen sind. Wissensdurst haben auch Leute die ein paar Semester mehr brauchen. *g* Die machen nur nicht immer Kram der auf dem Plan steht.
Dominik Matyka: Das ist wohl richtig! :)
Oliver Gassner: Und die Startups in die du investiert hast - wie geht es denen?
[Foto: hinten Andreas, vorn David]

Oliver Gassner: Hallo David und Andreas.
Andreas Meinl: Hallo auch von mir
David Holzmann: danke, schon einmal , dass das so schnell funktioniert hat
Oliver Gassner: Könnt ihr euch unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vorstellen? was habt ihr vor youop.com gemacht und was ist eure Rolle bei youop?
David Holzmann: gerne. Mein Name ist David Holzmann, studiere TUM BWL in München
Oliver Gassner: TUM steht für Technik und Medien?
David Holzmann: Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München, parallel habe ich das Studium Technology Management am CDTM absolviert, was sich speziell auf Unternehmensgründungen fokussiert. Nebenher habe ich einige Praktika absolviert, wie bei IBM, und Auslandssemester in Shanghai und New York an der Columbia University.
Oliver Gassner: @David: Und? Abschluss in Sicht? Oder Promotion?
David Holzmann: ich werde nun meine Diplomarbeit im Oktober beginnen
David Holzmann: ich befürchte, dass ich keine Zeit habe für eine Promotion, youop nimmt bereits jetzt sehr viel Zeit in Anspruch, sodass ich mich darauf voll konzentrieren werde.
Oliver Gassner: Andreas? Auch da? Oder Kaffee holen? ;)
Andreas Meinl: Ich bin noch da... ;)
Oliver Gassner: @David: Und was ist bei youop dein Bereich?
David Holzmann: Ich bin für Design, Marketing und neue Ideen zuständig.
Oliver Gassner: @Andreas: Die Vorstellungsfrage war auch an dich gerichtet ;) Oder passt du nur auf, dass David sich benimmt? ;)
Andreas Meinl: Auch ich studiere genauso wie David TUM-BWL im 8. Semester, ebenso mit Informatik als Nebenfach. Ich bin während meines Studiums in Singapur gewesen. und habe jetzt genauso meine Diplomarbeit vor mir. Bei youop bin ich eher für das Technische zuständig: Entwicklung, Administration
Oliver Gassner: Schön. erzählt doch bitte mal, was youop.de ist. Sieht ja ganz interessant aus.
Andreas Meinl: Wir, die Gründer von youop, waren in letzter Zeit alle mal im Ausland in unterschiedlichen Städten, und mit unterschiedlichen Leuten zusammen. Irgendwie hatten wir alle das selbe Problem: Wo soll ich abends weggehen, mit welchen Leuten verbringe ich eigentlich meine Zeit?
Andreas Meinl: Bestehende Internetportale konnte darauf keine ausreichende Antwort liefern
David Holzmann: youop spricht seinen Usern individuelle, auf jeden User maßgeschneiderte Empfehlungen aus. Dies vereinfacht die Suche nach Neuem deutlich, da man sich nicht mehr durch lange Listen klicken muss, sondern nur noch einen Bereich, wie Bars, Cafes oder Musik auswählt und Empfehlungen erhält und so direkt sieht, was einem gefallen müsste. Der weitere Kerngedanke ist Menschen anhand ihrer Präferenzen und Interessen zu verknüpfen.
Andreas Meinl: diese listen zwar unzählige Möglichkeiten auf, aber keine auf mich abgestimmten Empfehlungen 

Oliver Gassner: Hallo Steffi.
Stephanie Staar : Hallo Oliver!
Oliver Gassner: Erzählst du unseren Leserinnen und Lesern kurz, wer du bist, was du vorher gemacht hast und was deine Aufgabe bei den Netmoms ist?
Stephanie Staar : Ich war zunächst für einige Jahre bei McKinsey in der Medienberatung tätig, bin dann zu arvato/Bertelsmann gewechselt und bin seit Anfang des Jahres im Internet aktiv. Ich habe zunächst einige Start Ups bzgl. Finanzierung und Business Plan beraten, ehe ich mich dann mit NetMoms selbständig gemacht habe. NetMoms habe ich gemeinsam mit Jens Echterling und Tanja Waldeck gegründet und bin - gemeinsam mit Jens - verantwortlich für das Produkt.
Oliver Gassner: Wie war das so bei McKinsey? Die Berater von da kommen ja eher in Nebensätzen vor und meist in unfreundlichen Zusammenhängen wie Jobabbau oder 'da kommt einer weiß alles besser'.
Stephanie Staar : Das habe ich so nicht erlebt - ich persönlich habe eher an Projekten mitgearbeitet, in denen neue Einheiten geschaffen wurden oder auch neue Produktideen entwickelt und umgesetzt wurden - insofern hat mir die Zeit sehr viel Spaß gemacht.
Oliver Gassner: D.h. du warst nicht im direkten FeindKundenkontakt?
Stephanie Staar : Jeder Berater hat direkten Klientenkontakt! Also, doch, natürlich war ich das. Aber diese stereotypen Aussagen über Berater entsprechen halt nicht der Praxis.

Netzstimmen am 8.8.2007

um 16:11 | 08.08.2007 | Thema: Netzstimmen
- Bei egoload wird über Urlaubertypen psychologisiert
- Bei cellity ist Gang-Telefonieren angesagt und man sammelt Kapital*
- Nicht nur Google hat ein Lab: Dawanda hat jetzt ein 'Style Lab' (was echt schwer auszusprechen ist)
- bei den Dealjägern geht es um Sex Sex Sex und es glüht der Regenschirm
- FON POIs kann man jetzt GPSen (yess ;) Abk. Awrd heute.)
- SONES zuckt noch, bloggt nur nicht
- Imageloop iPhonet
- Imity rockt
- Loic LeMeur bloggt seine Twits
- Bruno, William und der Cyberspace
- Ormigo sucht Praktikanten
- Readers Edition forscht bis 5 vor 12
- rebtel berichtet vom Minutenklau
- sevenload wird zum Sportsender
- webnews dokumentiert den Eingang zum HQ, damit sie ihn auch wiederfinden




* sponsort ein Blog an dem ich beteiligt bin



Oliver Gassner: Hallo Ossi!
Ossi Urchs: Hi Oliver
Oliver Gassner: Würdest du dich den drei vier Leuten unter unseren Leserinnen und Lesern, die dich nicht kennen, kurz vorstellen?
Ossi Urchs: Wie du meinst: Ossi Urchs, vormals TV-Regisseur, nun schon seit Anfang der 90er-Jahre Internet-Berater, hat alle Auf und Abs der Branche mit erlebt und freut sich, dass die Depression wieder einer realistischeren Betrachtung des Internets Platz gemacht hat und mit der Reife der Nutzer und des Mediums langsam auch sein "wahrer Charakter" als INTERAKTIVES Massenmedium sichtbar wird.
Oliver Gassner: Dir wird ja häufiger der Beiname 'Internet-Guru' verpasst. Ist das angenehm und braucht das Internet Gurus?
Ossi Urchs: Je nun: Guru heißt auf Sanskrit einfach "Lehrer". Wenn ich den Leuten etwas über das Internet beibringen oder näher bringen kann - dann ist der Guru schon OK.
Oliver Gassner: Ist das Netz denn so erklärungsbedürftig?
Ossi Urchs: Das Netz nicht, die Nutzer schon. So ist das immer bei wirklich neuen Medien: man braucht eine Weile um ihr wirkliches Potential zu verstehen.
Oliver Gassner: Das heißt das Netz ist gar nicht so sehr ein technisches Phänomen denn ein soziales?

Ist das Facebook-Konzept die Zukunft?

um 10:52 | 27.07.2007 | Thema: Netzstimmen

 
"Ist der Ansatz von Facebook -also die Integration von Anwendungen anderer und
das Anbieten von Schnittstellen zu externen 'vertikalen' Communities- die Zukunft
des Networking und ist der 'Long Tail' damit kastriert?"


Martin Koser, http://www.frogpond.de, "Plattformen sind
wichtig, gerade für Nischenangebote"

Ossi Urchs; http://www.urchs.de: Der facebook-Ansatz einer "offenen Applikationplattform" ist sicher eine der notwendigen Konsequenzen aus der gesamten Entwicklung des Internet im allgemeinen und des "Web 2.0" im besonderen. Die entscheidende Frage dabei ist, ob die API standardkonform ist, also selbst eine "offene Schnittstelle" für für "offene Lösungen" darstelt - nur so bleibt das Web selbst mittelfristig ein "offenes Netzwerk" und wird nicht zur Ansammlung proprietärer Inseln.

Sebastian Keil, www.pöbler.de, "Die Vergangenheit hat uns doch wohl gelehrt, dass 'die Zukunft' nächste Woche schon vorbei sein kann. Grundsätzlich bieten offene Platformen mehr Möglichkeiten, den Netzwerkenden bei Laune zu halten. Eine Kastration des Long Tails sehe ich da überhaupt nicht, Long Tail bleibt Long Tail."

Siegfried Hirsch **: http://RSS-Blogger.de: FaceBook setzt nur als Erster konsequent auf eine API und bietet für die Anbieter von Anwendungen ein Business Model das anspornt. Durch die Vernetzung im Social networking Bereich ergibt sich damit für die Anbieter ein enormer viraler Effekt, wenn er denn genutzt wird. Allerdings hab ich immer ein wenig Bauchweh, wenn ein Anbieter sowas monopolisiert, das durch die Art und Weise der Umsetzung bei FB ja gegeben ist. Warum öffnet sich Blogsoftware nicht in dieser Richtung? Was bei Blogs fehlt ist ein funktionierendes Adressbuch für die Buddyvernetzung, die über die Blogroll hinausgeht und die Möglichkeit Anwendungen einzubinden, wobei der Ansatz ja bei Blogs schon längst über Widgets verfügbar ist, aber für die meisten Blogbetreiber noch erheblich zu kompliziert ist. Ich hoffe also, dass Blogbetreiber oder Blogsoftwareschreiber diesen Schritt ebenfalls gehen und damit in einer dezentralisierten Form Facebook etwas entgegensetzen.

Alexander Oelling hyperwebtechie.com: In Zukunft werden sich alle Plattformen für andere Anbieter öffnen müssen. Die User möchten sich zb. nicht überall neu anmelden müssen, sondern ihre Daten einfach importieren können. Dazu werden einheitliche Schnittstellen benötigt um den Vorgang zu vereinfachen. In der Wunschvorstellung für eine Welt von morgen, sollten alle User die vollständige Kontrolle über ihre Daten haben. Gerade aber bei dieser Ultravernetzung der Applikationen sehe ich dabei große Probleme. Wir stehen erst am Anfang spannender Entwicklungen... Im Longtail bedeutet das für kleinere Anbieter sogar eine Chance zu wachsen, und durch Netzwerkeffekte zu partizipieren.

Rene-Martin: (www.renemt.de): Facebook's Strategie ist
eigentlich nur logisch. Social Networks schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Die
meisten bieten auch ziemlich vergleichbare Features (liegt ja in der Natur der
Sache). Um in der Masse nun positiv aufzufallen gibt es eignetlich nur zwei
Hauptmöglichkeiten: Soviele (sinnvolle) Funktionen wie möglich anbieten und so
viele Nutzer wie möglich aggregieren - andere dürften dem FaceBook-Beispiel
folgen. Welche Auswirkungen das auf den den Long Tail hat ist m.E.n. schwer zu
sagen - "kastriert" dürfte er aber wohl noch nicht sein.

Oliver Ueberholz - http://www.webworkblogger.de: Keines von beiden. Zuerst gibt es einen Aktivitäts-Schub für Facebook und natürlich auch für alle (über die API) "angeschlossenen" Dienste. Jeder möchte "ein paar Nutzer für sich gewinnen". Aber durch die starke Vermischung der User wird Facebook auch zu einer Art "Einheitsbrei". Ein richtiges Clustering (Lokalisierung oder Vertikalisierung) gibt es bei Facebook nicht wirklich und wird durch die nicht sortier- oder einteilbare Freiheit an Applikationen auch nicht besser. Folglich wird auf Dauer trotzdem ein Trend weg von Facebook gehen. Man bekommt einfach nicht das, was man will.

Franz Patzig http://franztoo.de Der Ansatz von Facebook geht über alles hinaus was es bisher gegeben hat. Die Integration von Anwendungen und die Möglichkeit auch für Anbieter dadurch mitzuverdienen eröffnet völlig neue Dimensionen. Ich sehe den "Long Tail" dadurch eher gestärkt und mir schwant langsam, warum die Macher von Facebook die Avancen zum Kauf der Plattform bisher abgelehnt haben. Ob es die Zukunft ist weiss ich nicht, trotzdem ist es derzeit richtungsweisend.



Rafiq Charania,
blogg.charania.no: its not the solution because time attention span and need for variety on the web contradicts the facebook strategy, but its very important with open api.








Michael Herrling**, http://www.marktpraxis.com/blog, die Integration von anderen Anwendungen und das Anbieten von Schnittstellen zu anderen Communities sind m.E. wichtige Faktoren und eine logische Konsequenz der derzeitigen Webentwicklung. Dem Long-Tail dürfte dies eher zugute kommen. Ob das nun die Zukunft des Networking sein wird, kann bei der vorherrschenden Dynamik kaum einer sicher voraussagen können.

Ibrahim Evsan ibrahimevsan.de: Die Verlinkung der Nutzer von Social Networks untereinander ist die einzige tatsächliche Lösung, für die Nutzer einen Mehrwert durch die individuelle Struktur innerhalb der Netzwerke zu erzeugen. Durch die Bereitstellung von Verlinkungen zwischen Social Networks selbst werden den unterschiedlichen Nutzern so umfassende Interaktionsmöglichkeiten bereitgestellt. Bei fehlender Verbindung zwischen verschiedenen Social Networks bildet sich letztendlich für die Nutzer nach kurzer Zeit ein Socializing-Overflow über alle Plattformen hinweg. Dieser Socializing-Overflow wird sich vergleichbar zum Information-Overflow als problematisch für die Nutzung eines Netzwerkes entwickeln.

Bernd Schmitz multimediablog.net: Die Öffnung von Facebook hat einen neunen "Standard" für API´s geschaffen. Der Einstieg für neue Web-Anbieter, die versuchen mit weiteren Diensten sich dort anzudocken, ist sehr einfach. Somit werden die Anzahl der Startups eher proportional dadurch steigen. Allerdings steigt die Anzahl der Nutzer nicht mit derselben Geschwindigkeit. Somit wid der Long Tail nicht verkürzt. Alleridings sind die wirklich offenen Struktren von Facebook wirklich interessant. ABER bei der Zielgruppe der deutschen Studenten hingegen... Die hängen immer noch alle in StudieVZ und ich weiß nicht wie schnell hier eine "Völkerwanderung" passieren kann. Auch wenn Facebook von den Fukntionen besser ist, die Nutzer (Studenten) haben in StudiVZ ihre starken Subcommunities mit etlichen Untergruppen, und die funktionieren..... They never change...

(wird fortgesetzt, gern auch das Kommentarfeld benutzen ;) )


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Diese Umfrage geht immer an alle meine akuell aktiven Chatkontakte, wg. Transparenz:
* = ist Kunde von mir
** = kriegt Geld oder anders von mir bzw. arbeitet mit mir in Projekten for-profit oder non-profit.

netzstimmen am 15.6.2007

um 09:54 | 15.06.2007 | Thema: Netzstimmen
* Synergien sind immer gut, gell? imagelooop kooperiert mit blauarbeit.de
* Bei Johnny wurden ganz klar dir Grenzen des guten Geschmacks überschritten.
* Qype ist überfordert von zu viel Userfeedback (2).
* Im adical-Ethik-Seminar: Patrick "lügt" und andere haben Schwierigkeiten mit Mathe.
* FON goes mobile und bietet eine kleine App.  - Ich hab mir übrigens dei FONtenna bestellt für 7 Euro incl. Versand (Rabatt) und werd testen ob ich vom Marktplatz aus an meinen SONspot komme ;)
* Offline shoppen ist gefährlich, wissen die dealjäger.
* Und die SinnerSchraderer sind gut im Weglaufen.

mabber



Nun ja, im Impressum der Readersedition dürften Sie da fündig werden, nicht? [oliverg]

Bitte um e-mail und Tel Nr.von Dr. Maier ... [Witzeling Franz]

Mich auch ;) ... [oliver gassner]

Du verwechselst mich mit Oliver Samwer ;) ... [oliverg]

Mich würde mal interessieren wie das mit der Vermarktung mittlerweile geklappt hat. [tatti]

Yep, wie bei manchen davon. Bzw. Modelle, die erwünschtes Verhalten auf Benefitanteile abbilden. Ich... [oliver gassner]

@ Nun ja, dass local das next big thing ist, das wusste man seit dem Crash ;) ... [Gleb Tritus]

Nun ja, dass local das next big thing ist, das wusste man seit dem Crash ;) ... [Oliver G]