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![]() Sarik Weber und Tim von Törne: Cellity ? Kosten für Mobiltelefonie senken.um 17:39 | Mittwoch, 01.11.2006
| Thema: Interview
Oliver Gassner: Guten Morgen Herr Weber, Guten morgen Herr von Törne ;)Sarik Weber: Guten Morgen, Herr Gassner! Tim von Törne: Guten Morgen, Herr Gassner Oliver Gassner: Könnten Sie bitte jeder kurz sagen, was Sie bei Cellity machen und was Sie vorher so gemacht haben? Damit unsere Leser orientiert sind Auch ich wie?, wen ich mit welcher Frage bedenken kann? Tim von Törne: Ich war zuletzt Country Manager bei Skype für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz. Ich bin seit heute offiziell Vice President Business Development. Hinter dem Titel verbirgt sich insbesondere das Entwickeln und die Umsetzung der Kooperationsstrategie Sarik Weber: Ich habe vor cellity vier Firmen erfolgreich mit aufgebaut, zunächst Hettich Iberia in Spanien, dann Rico. 2000 folgte der Sprung in die Online-Branche. Bei der eprofessional GmBH, heute eine der Top-Agenturen für Suchmaschinenmarketing in Deutschland habe ich in der GL Marketing und Vertrieb aufgebaut. In 2004 bin ich dann der erste Mitarbeiter von Lars Hinrichs bei openBC / Xing geworden. Dort war ich in der Geschäftsführung als Vice President Corporate Sales für den Aufbau des weltweiten Vertriebs verantwortlich. Bei cellity verantworte ich im Vorstand Marketing und Vertrieb Oliver Gassner: Herr Weber: Worum es bei Cellity geht ist ja schon seit dem 19. Oktober deutlicher. Seit dem FOCUS-Artikel gestern ist nun der genaue Mechanismus klarer. Könnten Sie noch mal in eigenen Worten sagen, wie man als Handytelefonierer mit Cellity Geld spart? Sarik Weber: Der User registriert sich einmalig auf www.cellity.com und bekommt dann eine SMS mit unserer cellity Software. Die spielt er User sich auf sein Handy. Dann kann er ganz normal weiter telefonieren. cellity vergleicht automatisch den eigenen Tarif des Users mit alternativen günstigeren Verbindungen und wählt dann die kostenoptimierte Variante. Es funktioniert zum Start für alle User in Deutschland für Telefonate ins In- und Ausland und in alle Netze. Tim von Törne: Später wird dieses für Nutzer in weiteren Ländern folgen. Oliver Gassner: Also ein Least Cost Routing für Handys - im Festnetz gibt es das ja schon ewig. Tim von Törne: Richtig, hier ist es uns gelungen, dieses zum ersten mal auch in Mobilfunk anzubieten. Oliver Gassner: Darauf ist bisher noch keiner gekommen? Oder setzt das auf Technik auf, dei es erst jetzt gibt? Sarik Weber: Die cellity Technologie ist eine komplette Eigenentwicklung der cellity AG. Oliver Gassner: Wie groß ist eigentlich das Team dahinter? Orga und Technik? Tim von Törne: Wir sind zur Zeit ca. 10 feste und 5 freie Mitarbeiter. Dazu kommen noch ein paar externe technische Dienstleister. Oliver Gassner: Und woher kommen die Tarifunteschiede bei den Anbietern? Im FOCUS-Artikel ist von '30 bis 90 Prozent' die Rede... Tim von Törne: Fakt ist, dass jeder Tarif ein paar günstige und ein paar teuer Routen hat. Sarik Weber: Meist wird der günstige Teil des Tarifs beworben, den teuren entdeckt der User erst, wenn er den Vertrag bereits abgeschlossen hat. Oliver Gassner: Sind da auch Anbieter dabei, dei von größeren Kontingente aufkaufen und so Rabatte erzielen? Oder reden wir von den normalen Carriern? Tim von Törne: Wir optimieren über alle Netze und alle Anbieter (inklusive Serviceprovider etc.). Oliver Gassner: Herr Weber: Und was kostet mich das? Sarik Weber: Die kurze Antwort ist: Nix extra ;) Die lange Antwort ist: Der User zahlt keine Anmeldegebühren, keine Monatsgebühren, bekommt die cellity Software kostenlos, geht keine längere Vertragsbindung ein und zahlt an uns ausschließlich einen extrem günstigen Minutenpreis Oliver Gassner: Die kurze und logische Rückfrage: Wo verdienen Sie dann damit eigentlich Geld? Tim von Törne: Wir verdienen an diesen Minuten eine kleine Marge. Somit verdienen wir nur etwas, wenn der cellity Kunden über uns wirklich spart Oliver Gassner: Das heißt Sie haben mit allen Betreibern Verträge, dass Sie über Sie routen können? Kommt das dann auf den anderen Tarif drauf oder geht es nochmals ab? Tim von Törne: Wir können alle Netze bedienen. Sarik Weber: Wir senden dem User eine separate Rechnung, noch können wir Minuten nicht über die Netzbetreiber abrechnen. Oliver Gassner: Käme ich dann nicht ganz ohne Handyvertrag aus? Krieg ich von Ihnen auch ne SIM? Tim von Törne: Der große Vorteil bei cellity ist, dass der Nutzer sofort bei uns anfangen kann: Er bekommt keine neue SIM, keine neue Rufnummern, muss nicht bis zum nächsten Ende des 2-Jahresvertrages warten. Er behält die Vorteile seines aktuellen Vertrages und bekommt die cellity Vorteile dazu. Oliver Gassner: Herr Weber: Was muss das Handy können, damit ich das installieren kann? Sarik Weber: Wieder die kurze Antwort: Je moderner das Handy, desto besser funktioniert cellity. Die lange Antwort: Zum Start funktioniert es auf Symbian und Java Handies der neueren Generation, anschließend werden wir weitere Betriebssysteme anbieten. Oliver Gassner: Ich hab nun nen Palm Treo 650; den fand ich bei der Cellity-Anmeldung nicht. Was für Modelle werden sonst nicht unterstützt? Sarik Weber: Wir decken zum Start über 50 % der mobilen Endgeräte [Anm: Nicht Modelle, sondern Geräte in Benutzung. (OG)] ab, die Liste wird dann laufend erweitert, auch mit Ihrem Treo ;) Oliver Gassner: Ich hab gestern gelernt, dass der wohl Java kann. Mal sehen. ;) Tim von Törne: Für uns liegen die "Blockbuster" unter den Handies natürlich im Fokus. Oliver Gassner: Herr Weber: In dem FOCUS-Artikel war ein Beispiel dabei, dass man bei einem Handygespräch in die USA viel sparen kann. Ich persönlich kenn jetzt keinen, der vom Handy in die USA telefoniert; und wenn dann wahrscheinlich mit UMTS-Flat und Skype, oder? Sarik Weber: Sie haben vollkommen Recht, Herr Gassner. Das ist auch der Grund, warum mir jajah in Deutschland kaum etwas nutzt. Im Mobilfunk sind über 90% der Gespräche nationale Gespräche, im Festnetz sind es über 75%. cellity kann bereits zum Start Inlandsgespräche optimieren und der User kann dort sparen, wo er wirklich telefoniert. Oliver Gassner: Aber da ist dann der Spareffekt nicht ganz so radikal, oder? Sarik Weber: Das kommt immer auf den individuellen Tarif und das Telefonierverhalten des Users an. Oliver Gassner: Hätten Sie ein zwei Beispiele für Differenzen im Inland? Sarik Weber: Das ist noch zu früh. Oliver Gassner: Krieg ich irgendwie eine Abrechnung, was ich real gespart habe? Tim von Törne: Ja, natürlich. Oliver Gassner: Herr von Törne: Bei einem Cellity-Foto auf flickr haben Sie eine Skype-Tüte auf dem Kopf. Wird Cellity so bekannt wie Skype?Tim von Törne: Davon gehe ich natürlich aus, sonst hätte ich nicht gewechselt. Oliver Gassner: Nun ja, ich seh bei Cellity keinen viralen Effekt, den Skype eben hat. Ob der, den ich anrufe, auch Cellity benutzt, kann mir doch egal sein. Oder? Sarik Weber: Mal sehen ;) Sparen tut in Deutschland doch jeder gern. Wann haben wir zuletzt so einen Konsumrausch erlebt und alles nur wenigen der lausigen 3 % mehr MWSt Tim von Törne: Das schöne ist auf jeden Fall, dass es vom ersten Tag an funktioniert und das Sparen gleich los geht. Oliver Gassner: Herr Weber: Sind virale Effekte überbewertet? Oder haben Sie was in petto? Sarik Weber: Wir werden die Erfahrungen von Skype und openBC / Xing in unser Marketing einarbeiten. Lassen Sie sich überraschen! Oliver Gassner: Na ja, 3% mehr für nen Plasmafernseher - das ist für manche Leute echtes Geld ;) - An Herrn Weber: Aber spätestens wenn jedes Handy ne UMTS-Flatrate beigepackt hat und jeder mit dem Handy skyped können sie doch Cellity zumachen; oder wird Cellitytelefonieren billiger als Skype out? Sarik Weber: cellity hilft dem User ab sofort deutschlandweit im GSM-Netz massiv zu sparen. Wir bauen nicht auf Technologie, die erst in 2 bis 3 Jahren wirklich flächendeckend funktionieren wird. Bei cellity wird sofort Top-Sprachqualität zum sehr fairen Preis geboten. Oliver Gassner: Das könnte ja dann aber heißen, dass cellity in 3 Jahren ein Dino ist. Oder? Ist das der Horizont? Sarik Weber: Sicher nicht, wir werden mit der Weiterentwicklung der Technologien Schritt halten. Tim von Törne: So, wie wir jetzt innovative Lösungen anbieten, werden wir auch in Zukunft für Überraschungen gut sein. Oliver Gassner: Herr Weber: War das eigentlich Zufall, dass Sie OpenBC gerade verlassen haben, als die Umbenennung und die Umwandlung zur AG realisiert wurde? Oder gab es Differenzen? Sarik Weber: Es gab keine Differenzen. Ich bin im Herzen weiter leidenschaftlicher openBC´ler und werde auch Xing intensiv nutzen und weiterempfehlen. Oliver Gassner: Ich hör jetzt immer wieder (man redet auf Geektreffen ja von kaum was anderem mehr als Xing...), dass OpenBC von Leuten offenbar als Datingsystem missbraucht wird; wird das bei XING jetzt nicht noch problematischer? Sarik Weber: Dies möchte ich nicht kommentieren, nur soviel: Ich bin überzeugt, dass Xing an den Erfolg von openBC anknüpfen wird, spätestens nach dem Relaunch der Website werden die User das verstehen. Es gibt einfach keine andere Social Networking Plattform, die so effizient funktioniert. Oliver Gassner: Ich hab noch etwas Probleme mit der Vorstellung wahlweise Skype oder OpenBC/XING für so was wie Cellity zu verlassen, das zwar auf der ?Geiz ist geil?-Schiene reitet, aber an sich doch vollkommen "1.0" ist. wie ist das? Sarik Weber: Das ist ein klasse Stichwort. cellity ist eine 100-prozentige mobile 2.0 Company. Das bedeutet, dass wir den User kontinuierlich einbeziehen werden. Dies ist im Bereich ?mobile? sicher noch nicht die Regel. Tim von Törne: Skype und openBC/ Xing sind nachweislich Web 2.0, das ist klar. Ich finde es sehr spannend, diese Technologie in den Markt zu bringen und finde es gar nicht 1.0, sondern höchst innovativ. Die Trennung von Tarif und Netz ist bisher nicht da gewesen. Das ist disruptiv und das ist es auch, was mich schon an meinem vorherigen Arbeitgeber Skype so gereizt hat. Wir sehen uns als "mobile 2.0" Oliver Gassner: Nun ja, ich sehe wie gesagt weder einen viralen noch einen sozialen Effekt, und auch kein User Generated Content (Nur AJAX isses ja nicht ;) ). Oliver Gassner: Möchten Sie noch was zu mobilem LCR als Schlusswort sagen? Tim von Törne: Mit dem mobilen Least Cost Router von cellity bieten wir dem Nutzer im "Hier und Jetzt" eine Möglichkeit, sofort zu sparen - das ist spannend und für alle Mobilfunknutzer interessant. Oliver Gassner: Vielen Dank für Ihre Zeit und für das Interview und viel Erfolg mit Cellity. sobald mein Treo das kann teste ich das mal. Tim von Törne: Sehr gerne - Danke für Ihre Zeit! Sarik Weber: Herr Gassner, ganz herzlichen Dank für das Interview KommentareNoch keine Kommentare vorhanden. Kommentieren? Dein Kommentar
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![]() Even if he hate to disappoint... Oliver Schwartz: Communicating ComBOTS [vm 18.9.2007] Björn Behrendt (hiogi.de): Mobile Antworten Dominik Matyka, youmix.de: Von der Location bis zum Musikkauf und zum Event-Ticket David und Andreas von youop.de: Fertigpizzas und ihre Verknüpfung mit dem besten Biergarten Münchens Stephanie Staar (netmoms.de): Mütter im lokal und im Netz Ossi Urchs: Über Angst und Neophilie, die Rettung der Welt und die nächsten fünf Jahre im Netz
![]() Nun ja, im Impressum der Readersedition dürften Sie da fündig werden, nicht? [oliverg] Bitte um e-mail und Tel Nr.von Dr. Maier ... [Witzeling Franz] Mich auch ;) ... [oliver gassner] Du verwechselst mich mit Oliver Samwer ;) ... [oliverg] Mich würde mal interessieren wie das mit der Vermarktung mittlerweile geklappt hat. [tatti] Yep, wie bei manchen davon. Bzw. Modelle, die erwünschtes Verhalten auf Benefitanteile abbilden. Ich... [oliver gassner] @ Nun ja, dass local das next big thing ist, das wusste man seit dem Crash ;) ... [Gleb Tritus] Nun ja, dass local das next big thing ist, das wusste man seit dem Crash ;) ... [Oliver G]
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