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<title>Netzstimmen</title>
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<title>Even if he hate to disappoint...</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=67</link>
<description><![CDATA[....our Russian friends:<br /><br />Comments here are moderated now ;)<br /><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 16:15:23 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Oliver Schwartz: Communicating ComBOTS [vm 18.9.2007]</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=66</link>
<description><![CDATA[<br />
<img src="http://data.blogg.de/1095483/images/Oliver_Schwartz.jpg" /><br />
<br clear="all" /><br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Hallo Herr Schwartz!<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Hallo Herr Gassner!<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wären Sie son nett sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorzustellen und zu erzählen, was der &quot;Head of Corporate Communications&quot; der COMBOTS AG vorher gemacht hat?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Ich leite bei der ComBOTS AG die Unternehmenskommunikation und bin seit mittlerweile 12 Jahren in der IT-Industrie. Stationen waren zum Beispiel PR-Manager bei 3Com, Palm oder U.S. Robotics oder auch VP Corporate Communications bei der ELSa AG. Nach mehreren Jahren in der WLAN-Branche (WeRoam, Gemtek Systems) bin ich 2004 als Director Communications zur WEB.DE AG gekommen, der heutigen ComBOTS AG.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie viele Leute sind da mit der Kommunikation beschäftigt? In welche Untergruppen unterteilt sich so etwas?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Mit dem Verkauf unseres WEB.DE Portalgeschäfts an United Internet habe ich auch mein gesamtes Team mit überführt und baue seit März 2006 für ComBOTS eine neue Kommunikations-Infrastruktur auf. Aktuell sind wir im Headquarter zu dritt und werden unterstützt durch ein 5-köpfiges Team in unserer deutschen PR-Agentur und weitere Mitarbeiter bei diversen internationalen PR-Agenturen, da aber projektweise.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Das heißt es sind nicht bestimmte Leute einzelnen Zielgruppen (User, Investoren, Blogger, Presse, ...) zugeordnet sondern man setzt für jeden Fall ein Projekt auf?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Unsere Kunden werden vom Bereich Customer Care betreut, die Investoren von unserem IR-Team. Die gesamte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Newsletter, Kooperationen, Sponsoring, Events und Promotions sind in dem Bereich Corporate Communications gebündelt. Eine klassische Marketingabteilung führen wir nicht. Unser Schwerpunkt liegt in der Markteinführungsphase klar auf die Ansprache über Medien und Multiplikatoren.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie sortiert man eigentlich so komplexe Kommunikationsziele auseinander: Sexy für Anleger sein und attraktiv für User gleichzeitig. Gibt es da keine Konflikte?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Wir sehen das ganz nüchtern: Wir sind dann &quot;sexy&quot; für Anleger wenn wir attraktiv für User sind. Unser Aktienkurs ist deutlich unter unseren liquiden Mitteln, d.h. aktuell gibt es keine Vorschuss-Fantasie aber auch keine Kurs-Achterbahnfahrten. Erst einmal gilt es den Proof of Business Concept zu erbringen. Alle Kräfte sind gebündelt auf der Nutzerskalierung - hier in der Gewinnung aktiver Nutzer, die auch wieder ihren Beitrag zur viralen Verbreitung leisten. <br /><br /> 7<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wir sollten vielleicht für diejenigen, die Combots nicht kennen, kurz klären, was diese Software tut.<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  ComBOTS vereinfacht die persönliche, internetbasierte Kommunikation und integriert dabei die Segmente Messaging, Telefonie, Dateitransfer und Datensynchronisation. Dank unserer Architektur und dem sehr leistungsstarken Rechenzentrum können ComBOTS Nutzer auch sehr großvolumige Nachrichten bis zu 1GB (mit hunderten Fotos, Musikfiles etc.) serverbasiert versenden, d.h. auch dann wenn der Kontaktpartner gerade offline ist. ComBOTS setzt auf einfache Bedienung und auf Emotionen: Jeder meiner Kontakte ist über einen animierten 3D-Avatar repräsentiert. Der Verzicht auf ein öffentliches Adresssystem vermeidet dabei SPAM.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Und das ganze ist sehr rund und futuristisch designt und scheint primär auf ein jüngeres Publikum zu zielen - also: Fun statt Schweiß - richtig?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  In der Tat haben wir sehr viel Wert auf das Design und die Nutzeroberfläche gelegt. Dabei haben wir zum Beispiel mit den Design-Experten von frog Design zusammengearbeitet. Die Benutzung von ComBOTS erfordert kein Handbuchstudium und ist auch Computerlaien möglich. Dies ist ein Vorteil der auch ältere User anspricht. Wie flippig oder elegant mein Desktop nachher aussieht ist mir überlassen. Unser Avatar-Angebot reicht von SpongeBob über Garfield bis hin zu dezenten Businessobjekten. Aber ganz klar: Wir nehmen dem User im Hintergrund die Konfigurationsarbeit ab. Also in der Tat mehr Fun als Schweiß.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich bin zar vorhin an dem Ding gescheitert, aber wie schieben das mal auf die fast 80 MB, die das Teil zusätzlich aus meinem von Firefox mit 111 MB zugemüllten Speicher haben wollte - Zurück zur Usergewinnung: Geld ist doch genug da, warum kriegen die User ihre Mäuse nicht hoch? - Der hat sich das in den letzten Wochen und Tagen geändert?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Erst einmal ein offenes Wort zur Software: Ja, wir hatten im Herbst 2006 mit unserer Beta &quot;Sand im Getriebe&quot;. Die Systembelastung war zu hoch und die Software entsprach noch nicht unseren eigenen Qualitätsansprüchen. In enger Zusammenarbeit mit den Beta-Usern haben wir in gerade 6 Monaten bis zur CeBIT 2007 eine deutlich verbesserte 1.0 Version vorgelegt und seitdem stetig weiter optimiert. ComBOTS heute läuft rund und wird vom normalen User keinesfalls mehr als sperrig oder ressourcenfressend wahrgenommen. Es gab aber weitere Hürden, die wir überwinden mussten. Erst im Frühsommer haben wir die Sollbruchstellen geöffnet und Brücken in die restliche Messengerwelt geschlagen. Gerade nutze ich zum Beispiel die Messenger-Kompatibilität von ComBOTS und chatte mit Ihnen mittels ComBOTS über Jabber. Auch die Telefonie-Features haben wir deutlich überarbeitet. Zur IFA Ende August haben wir ein runde und schöne ComBOTS-Version vorgestellt, die viele Nutzer-Wünsche aufgreift und jetzt auch auf zahlreichen Nokia und Sony Ericcson Mobiltelefonen läuft. Die Conversionsraten sind nun besser und auch der geänderte, vereinfachte Registrierungsprozess hilft jetzt bei der verbesserten Nutzergewinnung. Vielleicht zusammengefasst: Uns ist es nicht gelungen, die vielfältigen Vorteile von ComBOTS so rüberzubringen, dass die Interessenten auch wieder eigene Freunde eingeladen haben. Die wichtige, virale Verbreitung blieb stecken. Nun vermitteln wir auch mit unserer neuen Website wesentlich segmentierter und holen die Interessenten bei Einzelthemen ab, denn nicht jeder braucht alle Funktionen von ComBOTS. Das sind Learnings, die -zugegebenermassen- auch wir mit unseren 12 Jahren Erfahrung im Consumermarkt machen mussten. Die Weichen sind nun gestellt und wir sind zuversichtlich, dass der Zug jetzt deutlich schneller an Fahrt gewinnt.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wir wollen es hoffen: In meinem Umfeld jedenfalls scheint es bisher nicht verbreitet. - Vielleicht werfen wir mal einen Blick auf ein paar Kommunikationsherausforderungen bei Combots: Fangen wir mal mit aktuellen Nachrichten an: Combots hat jetzt wie gerade erwähnt Schnittstellen zu anderen Gesamtsystemen wie MSN, Jabber/Mabber,  Wie schiebt man so etwas ins Konzept ein, denn das war ja nicht von Anfang an geplant?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Sie können nun im Kontextmenü Ihre Account-Daten für alle gängigen Messengersysteme und auch die Daten Ihres SIP-Accounts (z.B. von Ihrem DSL-Anbieter) eingeben. ComBOTS erzeugt dann für jeden Ihrer Messenger-Accounts einen ComBOTS Folder mit all Ihren Kontakten und ermöglicht beim Telefonieren die Nutzung Ihrer eventuell vorhandenen Telefon-Flatrate. Die Messenger-Anbindung ist völlig nahtlos in die ComBOTS Benutzeroberfläche integriert und umgekehrt kann ich sogar meine Avatere in den Buddylisten meiner Freunde bei ICQ &amp; Co. erscheinen lassen. Der Zeitpunkt für diese Öffnung nach außen war sicherlich eine Reaktion auf die Nutzerwünsche. Unsere ComBOTS-Architektur hat dies problemlos ermöglicht.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: In der Vergangenheit hörte man ja von Combots eher, dass die Gewinne und User fehlen und dass die Aktie schwächelt. Wie findet man da positive Kommunikationsthemen?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Unsere Nutzer sind Endkunden, die sich weder für unseren Aktienkurs interessieren noch für unsere Gewinne. Hier gibt das vielseitige Produkt genug schöne Themen her, zum Beispiel unsere neue &quot;Create Your Character&quot; Funktion zum Selbstgestalten der Avatare. Aber ganz klar: In Deutschland haben mein Team und ich es nicht gerade leicht diese Themen über die Medien zu kommunizieren, da die professionellen Marktbeobachter und Multiplikatoren wie Journalisten, Analysten etc. einen sehr kritischen Blick auf unseren bisherigen Markterfolg werfen und sich mehr für unsere Investitionen als für den Produktnutzen interessieren. Ihr gutes Recht! Aber wir sollten bei den Fakten bleiben: Das Unternehmen ist kerngesund, wir konnten sogar den inneren Wert weiter steigern. Als größter Aktionär bei United Internet (nach dem Gründer Ralph Dommermuth) verdienen wir weitaus mehr an unserem Aktienpaket als wir in Forschung, Entwicklung, Betrieb und Markteinführung investieren. Es wird also keinesfalls Geld verbrannt. Dennoch dominieren Headlines über &quot;0 Euro Umsatz&quot; gegenüber Berichten über Nutzen und Weiterentwicklung der Software. Dies ist die Situation in Deutschland, ist völlig normal in unserer Mediengesellschaft und kein Grund zum Jammern. Hier helfen uns nur Fakten und Erfolgszahlen. Im Ausland sind das ganz anders aus. Hier haben wir keine langjährige Historie und damit auch nicht die positive oder negative Hypothek. Hier wird ComBOTS sehr unvoreingenommen und positiv wahrgenommen. Aber noch einmal zu Deutschland: Wir hatten einen prima Launch mit massiver, positiver Berichterstattung und dan im Anschluss leider eine Ausbremsphase mit unserer Beta-Version, die zu Enttäuschungen und teilweise Desinteresse geführt hat. Der zweite Anlauf ist nun deutlich anstrengender, aber das ist unser Job und wir sind da sehr zuversichtlich bald wieder mit deutlich besseren Schlagzeilen dazustehen. Im Herbst haben wir erstmals die Situation, dass wir direkt in die Marketingaktionen zu einem großen Filmstart (&quot;Lissi und<br />
der wilde Kaiser&quot; von Michael Bully Herbig) eingebunden sind, das wird ein schöner Anschub werden.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wenn die normalen Medien nicht anspringen: Sind die Blogger da die besseren Kommunikatoren? Oder bringt das zu wenig?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Unter Kommunikations-Experten ist das eine gern geführte Diskussion. Es ist auch unstrittig, dass Blogs mittlerweile eine wichtige Rolle bei Recherche und Meinungsbildung darstellen. Für uns als Anbieter im Consumermarkt sind aber immer noch die klassischen Massenmedien im Vordergrund. In unserem speziellen Fall hat auch aktuell Print Vorrang vor Online. Das ist keineswegs eine Geringschätzung oder antiquiertes Denken, sondern resultiert aus dem Umstand, dass wir nicht die Experten adressieren sondern den &quot;Otto-Normalverbraucher&quot;, der durch die vielen Kommunikationsdienste im Internet und die Technik insgesamt überfordert ist und sich nach einer leistungsstarken, einfachen Lösung sehnt. Diesen potentiellen User erreichen wir besser über die Tageszeitung am Frühstückstisch als über Onlinemedien oder Blogs. Aber seien Sie sicher: Auch für uns nehmen in den weiteren Phasen der Markteinführung diese internetbasierten Medien an Bedeutung zu und generell ist sicherlich unstrittig, dass Foren und Blogs heute schon massiven Einfluss auf die Marken- und Imagebildung haben - gerade auch im Falle von Kritik oder Krise.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Die Vorgängerfirma Web.de wird ja immer wieder in einem Atem mit Combots genannt. Ist das eher ein Plus- oder ein Minuspunkt?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Wie zuvor erwähnt ist das eine Hypothek, im positiven wie im negativen Sinne. WEB.DE gibt uns Credibility, da wir hier über 10 Jahre ein Angebot zur klaren Nummer 1 aufgebaut haben, gegen massiven Wettbewerb. Das wir also etwas vom Consumermarkt und den Bedürfnissen der breiten Masse der Internetuser verstehen ist somit unstrittig. Andererseits haben wir die ungewöhnliche Situation, dass wir als etablierte Aktiengesellschaft eine reine Entwicklungsphase (ohne fertiges Produkt und Umsätze) durchlaufen haben, die man sonst nur von Start-Ups in der berühmten Garage kennt. Die strategische Komponente des Verkaufs von WEB.DE an United Internet wurde nicht von allen verstanden und belastet jetzt die Wahrnehmung von ComBOTS. Insgesamt überwiegen aber die Pluspunkte!<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Auf die Phase 'ohne Produkt' am Anfang wollte ich zum Schluss auch noch kommen: Zuerst wurde ja nicht verraten, was Combots tut, und man erwartete die Revolution aus der web.de-Ecke. es kam ein Messenger mit &quot;coolen&quot; 3D-Avataren und Filtransfer. Da waren dich einige vor den Kopf gestoßen, oder?<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Die Strategie dem Produktlaunch die Dramaturgie des Geheimnisvollen zu verpassen hat für das Timing der medialen Berichterstattung und zur Steigerung des Interesses prima funktioniert. Hintergrund waren aber zum Beispiel Gesichtspunkte der Intellectual Property, zum Beispiel Patentanmeldungen etc. - nachdem dann das Produkt im Anschluss an den Launch nicht sofort lossprinten konnte hatten wir natürlich die Kritik auf unserer Seite. Es wurde so empfunden als ob wir den Mund sehr voll genommen hätten und viele Elemente des heutigen ComBOTS-Produktes waren ja noch gar nicht zu sehen. Im Nachhinein ist dies aber müßig. Unsere Strategie hatte gute Chancen aufzugehen. Die Verzögerungen beim Produkt waren nicht eingeplant - dies mag man kritisieren.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Gut, wir blieben jedenfalls gespannt wie sich Combots eingeklemmt zwischen Filesharing, Second Life und den 'alten' Chatprogrammen mausert. Vielen Dank für das Gespräch.<br />
<span class="gast">Oliver Schwartz:</span>  Sehr gerne!<br /><br />Update: Deises Gespräch wurde vor eine Woche geführt, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/96485">gerade weist man mich hin auf</a>: <br /><br /><span style="font-style: italic;">&quot;Im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung teilte das Unternehmen heute mit, seinen<br />
kostenlosen Service für die persönliche, digitale Kommunikation<br />
einzustellen. Alle Versuche, Combots erfolgreich am Markt zu<br />
etablieren, seien fehlgeschlagen. Eine aktuelle Bewertung der<br />
Bemühungen im laufenden Jahr habe gezeigt, dass keine ausreichende<br />
Perspektive bestehe, um den Service in der jetzigen Form<br />
weiterzuentwickeln.&quot;</span><br />]]></description>
<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 14:18:12 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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</item>
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<title>Björn Behrendt (hiogi.de): Mobile Antworten</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=65</link>
<description><![CDATA[<br />
<img style="margin: 1em;" valign="left" src="http://data.blogg.de/1095483/images/hiogi_Bjoern_Behrendt.JPG" /><br clear=all /><span class="ich">Oliver Gassner</span>: Hallo Björn!<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Hallo Oliver<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Stellst du dich unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vor? Was hast du vor <a href="http://hiogi.de">hiogi.de</a> gemacht?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Ich habe die letzten drei Jahre bei eBay gearbeitet und dort den Bereich Platform Solutions (Entwicklerprogramm, Mobilfunk, Logistik) verantwortet. Davor war ich Berater bei KPMG Consulting.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie ist das so bei eBay? Man hört ja von Ex-Mitarbeitern verschiedenes. Nicht ganz so kuschelig wie bei Google, oder?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Bei Google war ich zwar noch nicht aber es hat mir bei eBay in Dreilinden sehr gut gefallen: Ein junges, dynamisches Team, das auf hohem Niveau im amerikanischen Stil arbeitet. Ich bin dort jeden Morgen sehr gerne hingefahren aber in mir brannte halt der Wunsch mich selbständig zu machen...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Bei Firmen wie eBay oder beispielsweise Amazon frage ich mich, ob sie noch Antreiber der Innovation im Netz sind. Sind das nicht viel zu große Schlachtschiffe um noch agil zu sein?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Da gebe ich Dir in jedem Fall recht! Viele kleine und flexible Start-Ups machen den Großen vor, wie es geht und werden ab und an aus diesem Grunde ja auch aufgekauft. Aber große Organisationen mit komplexen Prozessen, wie die NASDAG Internet-Unternehmen auf Innovation und Schnelligkeit zu trimmen ist nicht einfach... da bleibt dann die Schnelligkeit auf der Strecke und sicherlich steht auch mehr auf dem Spiel. Manchmal muss man als alteingesessenes Internetunternehmen eben auch auf den weisen Spruch: &quot;Never change a running system&quot; zurück greifen und die Innovation anderen überlassen.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich habe ja langsam den Eindruck, dass auch Google zumindest technisch nicht mehr managebar ist. Aber das wird ja die mittelnahe Zukunft zeigen. - In &quot;Wir nenne es Arbeit&quot; wird skizziert, dass die Unzufriedenheit der Angestellten mit großen Firmen sie in die Angestellten in die Selbständigkeit treibt - das ist also bei dir nicht der Fall gewesen?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Nein, ich hatte bei eBay den absolut coolsten Job, den ich mir wünschen konnte - mit vielen Freiheiten - was sicherlich auch an dem exotisch/innovativen Thema Webservices und Systemintegration lag, denn über das eBay-Entwicklerprogramm wird von externen Entwicklern sehr innovative Software gebaut.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Was reizt dich am Unternehmertum?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Die grüne Wiese... ein Pflänzchen zu pflanzen und es wachsen zu sehen.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Sehr philosophisch ;) - Gut, kommen wir zu hiogi.de - was genau tut das und was tust du bei hiogi?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: hiogi ist die bequemste und persönlichste Suchmöglichkeit auf dem Handy. Die Nutzer schicken ihre Fragen per SMS und die hiogi-Community antwortet im Web. Die Antworten werden dann in wenigen Minuten per SMS zurück gesendet. Wer also mal im Kaufhaus den aktuellen Preis bei eBay oder Amazon wissen möchte schickt einfach &quot;FRAGE Wie teuer ist der DVD-Player gerade im Internet?&quot; an die 84000. Eine SMS kostet derzeit 50 Cent. Ich bin bei der hiogi GmbH Geschäftsführer und verantworte den Business-Bereich. Den Technik-Bereich verantwortet hingegen mein Geschäftspartner Christoph. Schöne Beispiele für eine typische hiogi-Frage sind  z.B. auch lokale Tipps: &quot;FRAGE Wo gibt es die beste Curry-Wurst in Berlin?&quot; :)<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich muss ja zugeben, dass hiogi für Besserwisser und Netzrecherchefreaks wie mich genau das richtige ist. Gestern hab ich wegen hiogi gelernt was eine ehm, ich weiss es schon nicht mehr, jedenfalls was die Gradabweichung eines Kompasses in Düsseldorf zwischen geografischem und magnetischem Nordpol ist.<br />
 </b> <br /><br /> <br />
<span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Genau - es passiert sehr häufig, dass die hiogis, die im Netz auf Antwortsuche für andere gehen, sich auch selber für das Thema interessieren oder aber anderen einfach einen Gefallen tun möchten bzw. jemandem aus der Patsche helfen wollen...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wollen wir mal ein kleines Recherchewettrennen machen?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Klar<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Wie lautet die Frage?<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Die aktuelle Frage bei hiogi ist: &quot;Wann wird das nächste Spiel von Tommy Haas bei den US Open übertragen?&quot; Auf die Plätze - fertig...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Los.<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: OK<br />
<br /><br />
(...)<br />
<br /><br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Erster: ARTHUR ASHE STADIUM ab 17:00 Uhr gefunden auf http://de.eurosport.yahoo.com/05092007/73/us-open-ansetzungen-tages.html  Es gibt bei hiogi aber bereits eine Antwort  &quot;das Spiel beginnt erst 19.45Uhr&quot;<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Supi. Mein Rechner hing fest - behaupte ich jetzt mal ;)<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Nun müsste der hiogi-Nutzer, der die Antwort nach dem Vier-Augen-Prinzip bestätigen muss entscheiden.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Das heißt jede Antwort wird noch einmal gecheckt?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Richtig!<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Also die Art von Fragen, die ich in der Regel habe, sind so, dass ich die Antwort immer recht schnell gern hätte. Also was weiß ich: Wo krieg ich hier in Buxtehude nen Döner, ich bin an der und der Kreuzung, oder was ähnlich relevantes. Ich kann also nicht sagen: Lieber schnell und ungeprüft?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Nein, die Prüfung ist wichtig, da der hiogi-Nutzer ja für die Frage und Antwort bezahlt und wir eine hohe Qualität gewährleisten wollen. Unser Ziel ist es, dass wir eine Antwort in 5-10 Minuten finden und zurück senden. Derzeit ist die hiogi-Community noch nicht so groß aber mit steigenden Nutzerzahlen wird die Antwortzeit schneller werden und wir launchen Ende Oktober hiogi 2.0 mit einem neuen spannenden Antwortmechanismus - mehr wird noch nicht verraten. 8)<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Und was haben die Antworter von dem ganzen Spiel? Ruhm und Ehre?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Ruhm, Ehre, Spaß, Wissen, die Zufriedenheit anderen unterwegs geholfen zu haben und ein paar nette Gewinnchancen: http://www.hiogi.de/winnings/<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Also: tausche Wissen gegen T-Shirt?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Ungefähr, wobei ich nicht glaube, dass die Gewinnchancen die hiogis am stärksten motivieren. Es macht einfach Spaß und man kann zeigen, was man drauf hat. Vielleicht eher vergleichbar mit einem Wissens-Quiz im Fernsehen. Außerdem kommen einfach schöne zwischenmenschliche Situationen zu stande und in dieser Richtung wird auch derzeit von uns einiges an neuen Funktionalitäten entwickelt...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich hab jetzt bei 2 Besuchen auf hiogi nie mehr als eine Frage aktiv gesehen. Wie viele User tummeln sich da gerade?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Wir machen derzeit ja noch überhaupt kein Marketing. Das geht erst Anfang November richtig los. Von daher ist die Community noch recht überschaubar. Aber das wird...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Apropos überschaubar: Da steht <i>&quot; Gewinne September 2007&quot;  Unter den 20 aktivsten hiogi-Mitgliedern verlosen wir Ende Juli die folgenden Gewinne:</i> Das ist etwas verwirrend, oder?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Ups - da werden wir mal ganz schnell das &quot;Juli&quot; durch &quot;September&quot; ersetzen. Danke für den Hinweis! (blush)<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Kommt da bei 50 Cent pro Frage für euch noch was rum oder deckt das wenigstens die laufenden Kosten?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Bei den 50 Cent kommt ein wenig bei rum, wobei ein großer Teil bei den Netzbetreibern hängen bleibt und wir die Kosten der rausgehenden Antwort-SMS für den Nutzer übernehmen.  So, Juli ist raus und September drin :) Das ging schnell, was? Da hätte eBay länger für gebraucht...  :D<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Immerhin gibt es 'PC Kaufmann für eBay' zu gewinnen *g* - Kommt es dann auf die Masse an oder denkt ihr an anderen Geldströme?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Von den SMS alleine können wir sicherlich nicht überleben. Wir müssen auch auf andere Weisen Geld verdienen, wie Werbung oder Premiumdienste - das wird sich nicht vermeiden lassen.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Mit dem Archiv der Fragen habt ihr ja eigentlich eine gute Contentbasis, ich hab gerade gelernt, wie man Basilikum einfriert. Könnte man für Leute, die die Fragen taggen nicht auch Sternchen vergeben? Ich teste gerade mal das Einreichen von Fragen via E-Mail, jetzt bin ich gespannt - Es ist ein echtes Problem ;) - <br />
<span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Haben wir auch schon viel drüber nachgedacht und es wird eine Taggingmöglichkeit für den Fragenden und den Antwortenden geben. Meinst Du das die hiogis wirklich gerne Tags im Archiv eingeben? Ich glaube nicht, dass das so großen Spaß bringt - es fehlt der Mehrwert und Sternchen werden da, meiner Meinung nach nicht reichen. Wohingegen der Fragende und Antwortende natürlich eine Motivation haben Ihre eigenen Fragen und Antworten zu taggen und damit besser findbar zu machen. Dafür wird es wahrscheinlich in naher Zukunft auch Sternchen geben. Lass Dich überraschen. In jedem Fall werden wir schon in den nächsten Wochen unsere Community eng in den Entwicklungsprozess mit einbinden und genau zu solchen Themen Feedback sammeln.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie würde dann ein Premiumdienst aussehen? Heuert man dann Leute an, die die Fragen beantworten oder checken?<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Wir heuern niemanden an, um Fragen zu beantworten! Absolut nicht. Auch heute kommen die Antworten nicht von Studenten, die bei uns rumsitzen, sondern von der Community und so wird es auch bleiben! Das ist was uns ausmacht! Mögliche Premium-Dienste fallen mir viele ein aber dem Thema widmen wir uns erst im Winter, wenn hiogi 2.0 rund läuft... - Da hast Du aber eine schwierige Frage eingereicht! Bin gespannt auf die Antwort... <br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Yep und ich erst. Seit heute ist plötzlich das CD-Laufwerk des Laptops tot. <br />
<span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Hast Du denn mit Deinem Problem schon einmal die Wiederherstellen-Funktion genutzt bzw. kannst Du Dich erinnern, was Du geändert oder installiert hast bevor das Laufwerk nicht mehr ging? Dann könntest Du einen alten Systemzustand einfach davor wieder herstellen...<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: An sich habe ich nur versucht ne CD zu brennen. Mehr nicht. Und jetzt wollte ich sehen ob es funktioniert hat und... nada. 'Isch abe gar keine CD.' sagt der Laptop. Rätsel des Alltags.<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Ich drück die Daumen, dass die hiogi-Antwort Dir weiterhilft.<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Jedenfalls wünsche ich euch bei der Monetarisierung der mobilen Alltagsprobleme alles Gute. Ich fänd es ja elegant wenn ich einfach nen Schlitz hätte, in den ich die Frage auch online eingeben kann und online ne Antwort kriege ;)<br />
 <span class="gast">Bjoern Behrendt</span>: Diese Online-Variante gibt es ja schon. Wir helfen Leuten, die gerade unterwegs und nicht online sind! Das unterscheidet uns! :) <br />
 <span class="ich">Oliver Gassner</span>: Danke für das Interview und ich wünsche viele SMSe ;)]]></description>
<pubDate>Tue, 18 Sep 2007 14:12:05 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Dominik Matyka,  youmix.de: Von der Location bis zum Musikkauf und zum Event-Ticket</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=64</link>
<description><![CDATA[<br />
<img src="http://data.blogg.de/1095483/images/Dominik_Matyka_youmix.jpg" /><br />
<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Hallo Dominik.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Hi Oliver, haben wir es doch noch geschafft. :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Würdest du dich unseren Leserinnen und Lesern bitte vorstellen? Was du so vor <a hef=http://youmix.de>youmix.de</a> gemacht hast?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Sehr gerne. Mein Name ist Dominik Matyka, bin 24 Jahre jung. Habe in Wien und London BWL mit Fokus Innovations- und Technologiemanagement studiert und 2005 abgeschlossen. Danach meine Promotion an der HSG am MCM (media- and communication) - Lehrstuhl begonnen...immer noch dran...:) Zwischenzeitlich hat es mich mit ein paar Freunden in eine Marketingunternehmung verschlagen (erste richtige Gründung :) ), aus der ich dann letztes Jahr ausgestiegen bin... Danach habe ich nebst/kurz davor/kurz danach eine kleine Beteiligungsgesellschaft gegründet und in das eine oder andere Startup investiert bzw. dieses mitbegründet.... Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen... :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Hältst Du es für eine gute Idee Leute in vier Jahren durch ein Studium zu schleusen? Für mich klingt das mehr nach Schule als nach dem, was ich unter einer Universität verstehe.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Huh, habe sogar nur drei Jahre studiert, da ich "sehr" fleißig war; andere würden sagen verrückt, da ich ziemlich viele Vorlesungen pro Semester absolviert habe...<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Ist das nicht Scheuklappe pur? Nur an der Studienordnung entlang?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Ich persönlich halte es für eine gute Sache, sofern der Student einem gewissen Rahmenprogramm unterworfen ist...<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Also du hast schon mal in die Nachbarschaft geschaut?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Wichtig ist vor allem, dass die intrinsische Motivation besteht, immer neues Wissen aufsaugen zu wollen, dann kommen die Scheine (Universitätsscheine) von alleine und die Zeit vergeht wie im Flug... Was konkret meinst du mit Nachbarschaft?<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Andere Disziplinen. Sachen, die nicht in Scheine umzubauen sind. Wissensdurst haben auch Leute die ein paar Semester mehr brauchen. *g* Die machen nur nicht immer Kram der auf dem Plan steht.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Das ist wohl richtig! :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Und die Startups in die du investiert hast - wie geht es denen? <br /><br /> <br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Dennoch bin ich der Überzeugung, dass ein BWL-Studium nicht besonders schwer ist, natürlich nur, sofern man sich sehr für die Sache begeistern kann...Ich habe es immer wie ein Hobby aufgefasst, wie Sport, Partys, etc. Die Startups....einigen geht es ganz gut, andere erblicken erst in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten das Tageslicht...keines ist wirklich krank :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Was ist youmix.de und was ist deine Aufgabe dabei?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: youmix ist eine deutschsprachige Musik-Community, deren Geschäftsführer ich bin...neuerdings kamen wir auch auf den Einfall das Network mit dem folgenden Satz zu claimen: youmix is a music-driven online copycat of your real life. Aufgaben konkret...nun ja, schauen, dass alles läuft...<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Ich hatte da auch was von 'Places' gesehen, wollt ihr auch Qype nacheifern?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: nun ja, Places werden jetzt verstärkt fokussiert ...wir launchen eine neue Version Mitte September... Qype nacheifern wollen wir nicht. Jedoch sind alle Places auf youmix im Wiki-Modus durch alle editierbar, was eine unheimlich große User experience erzeugt, da man nicht nur seine Lieblingsbar anlegen kann, sondern auch seine Universität, seinen Arbeitsplatz, seine Küche, etc. etc. und überall ist die Vernetzung...<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: OK, was kann ich also genau in Youmix machen? (Als ich den Namen hörte dachte ich, ich könnte mir Musiktracks zusammen mixen - schade eigentlich ;) )<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: ...das mit den Musiktracks habe ich schon öfter gehört.... Bei youmix kannst du dich über die Profile der Locations mit neuen Bands vernetzen. du kannst dein Leben online nachbilden (Unis, Bars, Clubs, Plätze sonstiger Art), neue Musik über Geschmack, Stimmung etc. entdecken, dein Profil pflegen, Musik kaufen und damit Bands unterstützen und in sehr baldiger Zukunft auch der Herr deines eigenen Merch-Shops sein...<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Also ich muss sagen: Ich bin gerade mal so doof wie ich mich stelle, weil ich mit Musik nicht so viel am Hut habe. Ich hatte den Eindruck, dass ich sowohl als Musikhörer, als auch als Band als auch als Ort bei euch ein Profil anlegen kann. Richtig verstanden? Und dann?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: und natürlich vieles mehr... :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Da müsst ihr vielleicht noch mal am Namen feilen, oder?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Name bleibt, youmix - du mischt, was dir im Leben gefällt, welche Musik du im Profil haben möchtest, etc. etc. etc. you mix your relations in your real life.. :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Also ich muss sagen: Ich bin gerade mal so doof wie ich mich stelle, weil ich mit Musik nicht so viel am Hut habe. Ich hatte den Eindruck, dass ich sowohl als Musikhörer, als auch als Band als auch als Ort bei euch ein Profil anlegen kann. Richtig verstanden? Und dann?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Ja, das mit den drei unterschiedlichen Profilarten hast du richtig verstanden.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Du kannst selbstverständlich auch als User und Friend weitere Orte (Locations) anlegen, die im Wiki-Style von anderen erweitert werden können.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Und was passiert wenn die Profile angelegt sind? Social Networking? Empfehlungen? Rezensionen? Matching?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: ..und dann beginnt die Vernetzung..<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Also wer in welcher Kneipe welche Musik hört? <br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Social networking ist das Stichwort, genau. Rezensionen kannst du natürlich auch hinterlassen, sei es zum Album der Band, zum Song, zum Place oder oder.. Ein Empfehlungssystem liegt bereits konzeptionisiert vor, wird jedoch erst nächstes Jahr implementiert, wenn die gewünschte Größe erreicht wird. Ich will dir das ganze einmal anhand eines Real-Life-Cases aufzeigen:<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Ein User möchte neue Musik erkunden. Er sucht und findet die Band, die beispielsweise seiner Stimmung (wir führen u.a. eine Kategorisierung nach Stimmung) entspricht, und vernetzt sich mit dieser Band. Daraufhin entdeckt er, dass diese Band ein Event angelegt hat.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Das Event, welches die Band angelegt hat, ist mit dem zuvor von irgendjemandem erstellten Place (evt. auch durch die Band selbst) verlinkt. Ich also gehe auf das Event, lade zu diesem meine Freunde ein, so wie es evt. auch viele andere tun, welche nicht das Bandprofil entdeckt haben, aber das Locationsprofil mit dem Event oder das öffentliche Eventverzeichnis durchgesurft haben.... Du gehst dann zu diesem Konzert. Am nächsten Tag lädst du Bilder (in Zukunft auch Videos) über dein eigenes Profil hoch und vernetzt diese mit dem Place. Diese Bilder kannst du selbstverständlich auch taggen (d.h. einen Link auf ein anderes Profil setzen). Du kannst dich noch daran erinnern, dass dir eine hübsche Frau auf diesem Konzert über den Weg gelaufen ist. Du hast aber keine Ahnung, wer sie war. Was du weißt, ist, wo du warst. D.h. du besuchst das Profil der Location, findest in diesem alle Bilder, die alle Besucher des Events dort hochgeladen haben, klickst dich durch die Alben, über die Tags, und landest schlussendlich auf dem Profil deiner Traumfrau (natürlich nur im Bestcase :) ). Und weil ihr beide die Musik so toll fandet und sie bald Geburtstag hat, kaufst du ihr den Song über youmix. :) Das ist nur ein Case von hunderten, der die Problematiken des wirklichen Nachtlebens darstellt...Selbstverständlich haben wir sehr viele "Zielgruppen" (e.g. Musikindustrie, etc.), für jene wir ganze andere Bedürfnisstränge aufzeigen können<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Ah, also auch noch Dating. Und am Schluss wird was gekauft. Ist das das Modell oder gibt es noch anderen Cashflow?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Jede Community hat einen gewissen Datingfaktor; man will nun mal neue Leute kennen lernen... Das Modell hat nebst Vermarktung, Werbung auch noch die Umsatzsäulen E-Commerce und Premium Services.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: E-Commerce durch Songverkauf, was darf ich bei Premium machen?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: E-Commerce u.a. durch Songverkauf, da ist noch vieles anderes geplant, aber lassen wir die Sache spannend bleiben. Premium ist nicht für dich (vorerst), sondern als B2B-Geschäft konzeptionisiert. E.g. von youmix-zu-Gastro.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Was können die da kaufen?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Du wolltest fragen, was können die da verkaufen? :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Na ihr wollt deren Geld, also kaufen wie was von euch ;) Verkaufen wollen sie Pizza oder Drinks ;)<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Denk an die Eventgastronomie....Ticketing verrat ich.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: HM, ich hab ja grade jemand von youop.de interviewt, da klang das ziemlich ähnlich Klingt alles irgendwie wie Qype meets lastfm meets Amazon oder so. Wollen das die Leute?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Jede Branche aus unserem Stakeholderkreis hat gewisse Services und Produkte (wenn man das hier trennen möchte), die sie über youmix an ihre Zielgruppen bringen kann. Ich persönlich muss gestehen, Qype nie wirklich genutzt zu haben; da fehlt mir der Networking-Aspekt (ist ja eher Recommendation)...Last.fm ist ein geniales Produkt, welches aber ganz spezifisch auf Musik ausgelegt ist und nicht gerade Newcomer fördert, oder?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Amazon ist als Marktplatz für alles evt. das beste Beispiel dafür, doch hat Amazon kein "Network", d.h. keine hohe emotionale Bindung seiner User; du gehst auf amazon, um ein Buch zukaufen, weil du weißt, dass der Service zuverlässig ist<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Wie gesagt ich hab bei last.fm zwar nen Account aber da ist nicht viel los. Ich kann außer dem Gesumme des Rechners keinen Lärm beim arbeiten haben ;) Bei Qype kann man wohl schon sehen, was das Netzwerk so macht und inzwischen gibt es ja die Foren, die die Leute lokal in Kontakt bringen. Mit "meets Amazon" meinte ich die Rezensionen und Bewertungen ;) Das waren ja mit die ersten, die so was gemacht haben.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Ja richtig, doch sehe ich dort keinen gemeinsamen Motivationsnenner; Locations zählen da für mich nicht. Locations hat man überall. Musik hingegen verbindet Leute auf einer viel höher emotional aufgeladeneren Ebene. Rezensionen und Bewertungen spielen natürlich auch bei uns ein Thema, aber nicht sehr bald, daher kein Thema für jetzt.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Hm, also ich find es jetzt relevanter wo ich BIN als was ich HÖRE. aber das bin ja nur ich ;). was nutzt es mir wenn ne Frau in New York den selben Musik- und Literaturgeschmack hat wie ich.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Aber zum zweiten Teil der Frage: Hab ihr noch den Überblick über die ganzen Musik- und Location-Netzwerke: Townkings, Townster, Yumondo, youop, trallala und hoppsassa?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: schön ist es jedoch dort zu sein, wo "die Musik spielt", die du magst. Selbstverständlich beobachten wir die Szene ganz genau...jedoch muss auch ich gestehen, dass mit der Flut der neuen Services ein detailed Monitoring/Analyzing nicht mehr möglich ist..daher wünsche ich jedem StartUpler, der dies liest, Erfolg auf seinem Wege und möge der, der am schnellsten läuft, gewinnen...:)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Um ehrlich zu sein: ich unterhalt mich gerne, da stört Musik meist eher ;) Glaubst du Geschwindigkeit ist der Faktor?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Selbstverständlich ist Geschwindigkeit ein Faktor. Ich sehe dies wie folgt: Ein (Internetnutzer) hat nur ein ganz bestimmtes Zeitkontingent, welches er am Tag für Internet & Co. nutzt. Sobald neue Services auf den Markt kommen, wird dieses Kontingent auf mehrere Player aufgeteilt und der eigene Service relativer. Dabei spielt es primär (rein logisch betrachtet) keine Rolle, aber dies ein Qype, last.fm., youmix, Townkings, Twitter, etc. etc. ist<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Hm, das ja. aber er wird da hingehen, wo die anderen sind. Und die anderen sind da, wo das Feeling gut ist, wo es übersichtlich ist, und so. Wenn ein anderer schneller mehr Features hat, ist das eventuell gar nicht so der Hit.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Übersichtlichkeit und bekannte Usability-Konzepte waren auch für unseren Relaunch die Key-Criteria. Es geht nicht um schneller mehr Features in den Service zu integrieren, es geht darum, schneller eine gewisse Basis an happy Usern zu gewinnen...ich gebe dir völlig recht, dass ein - in der "Fach"sprache als - Featurefucking bekannter Ansatz keineswegs zum Erfolg führt.<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Und wie kommt man an die kritische Masse von Usern und wie groß ist die?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Wie man dahin kommt, kann ich dir in einem Satz nicht erklären. Was die Größe anbelangt, gehe ich von 30-40 Tsd. aktiven Nutzern aus, ab deren Größe die vermeintlich oft diskutierten Netzwerkeffekt greifen<br />
 <span class=ich>Oliver Gassner</span>: Ich hör auch drei oder mehr Sätze lang zu ;)<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: :)<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Gerne. Ich denke, dass die Fokussierung auf die Bedürfnisse des Users essential sind; eine reine Fokussierung reicht aber oftmals nicht aus, da diese nicht oder falsch kommuniziert wird. In BWL-Terms gesprochen reden wir oft von dem AIDA-Model, welches in der ersten Stufe die Attention beschreibt, d.h. Aktionen/Features/Kommunikation, etc., welche Aufmerksamkeit generiert. Nachdem dieses geschafft ist, sollte eine Interessensaufbauphase angestoßen werden, danach ein "Desire", d.h. der Wunsch nach mehr (hier zeigt sich auch schon oftmals, dass der Service akzeptiert wird, da er die zuvor eruierten Bedürfnisse stillt). Action ist dann die endgültige Nutzung. Das ist aber nur ein sehr theoretischer Ansatz. Oftmals spielen Zeit und Glück eine große Rolle, dass man mit seinem Service genau den Nerv der Stunde trifft.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Ziel sollte es sein, KISS (keep it short and simple - ist bei youmix nicht allzu einfach) zu bleiben und seinen Mehrwert klar abzugrenzen<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Bei partybezogenen Communities kenne ich einige, die lediglich regional relevant sind (und da aber nahezu Monopolist sind). Wie vermeidet man solche Lokalmonopole. Oder will man die?<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Man wächst von der Szene in die Masse, d.h. vermeiden kann man und will man diese Art des Wachstums nicht. Solche Lokalmatadore kämpfen oftmals in Regionen, die wenig Interaktion mit anderen Städten bieten. Wir bei youmix sind aber aufgrund unseres Foki Musik überregional, da ja auch eine Band nicht nur in einem Dorf spielt. :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Na, da gibt es solche und solche. Ich wünsch euch in einem mittlerweile engen Markt viel Glück ;) - Danke für das Interview.<br />
<span class=gast>Dominik Matyka</span>: Lieber Oliver, vielen Dank für deine Zeit, hat Spaß gemacht. Und gemäß unserer Open-Tor-Policy bei youmix: Herzlich willkommen auf Kaffee und Kuchen oder Chips und Bier. :)<br />
<span class=ich>Oliver Gassner</span>: Alles klar. ;) Danke ;)<br />
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<pubDate>Tue, 11 Sep 2007 11:00:56 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>David und Andreas von youop.de: Fertigpizzas und ihre Verknüpfung mit dem besten Biergarten Münchens</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=63</link>
<description><![CDATA[<img src="http://data.blogg.de/1095483/images/youop_Team-7.JPG" />[Foto: hinten Andreas, vorn David]<br />
<br /><span class="ich">Oliver Gassner</span>: Hallo David und Andreas.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Hallo auch von mir<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: danke, schon einmal , dass das so schnell funktioniert hat<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Könnt ihr euch unseren Leserinnen und Lesern bitte kurz vorstellen? was habt ihr vor youop.com gemacht und was ist eure Rolle bei <a href="http://youop.com">youop</a>?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: gerne. Mein Name ist David Holzmann, studiere TUM BWL in München<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: TUM steht für Technik und Medien?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München, parallel habe ich das Studium Technology Management am CDTM absolviert, was sich speziell auf Unternehmensgründungen fokussiert. Nebenher habe ich einige Praktika absolviert, wie bei IBM, und Auslandssemester in Shanghai und New York an der Columbia University.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: @David: Und? Abschluss in Sicht? Oder Promotion?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: ich werde nun meine Diplomarbeit im Oktober beginnen<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: ich befürchte, dass ich keine Zeit habe für eine Promotion, youop nimmt bereits jetzt sehr viel Zeit in Anspruch, sodass ich mich darauf voll konzentrieren werde.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Andreas? Auch da? Oder Kaffee holen? ;)<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Ich bin noch da... ;)<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: @David: Und was ist bei youop dein Bereich?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Ich bin für Design, Marketing und neue Ideen zuständig.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: @Andreas: Die Vorstellungsfrage war auch an dich gerichtet ;) Oder passt du nur auf, dass David  sich benimmt? ;)<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Auch ich studiere genauso wie David TUM-BWL im 8. Semester, ebenso mit Informatik als Nebenfach. Ich bin während meines Studiums in Singapur gewesen. und habe jetzt genauso meine Diplomarbeit vor mir. Bei youop bin ich eher für das Technische zuständig: Entwicklung, Administration<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Schön. erzählt doch bitte mal, was youop.de ist. Sieht ja ganz interessant aus.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Wir, die Gründer von youop, waren in letzter Zeit alle mal im Ausland in unterschiedlichen Städten, und mit unterschiedlichen Leuten zusammen. Irgendwie hatten wir alle das selbe Problem: Wo soll ich abends weggehen, mit welchen Leuten verbringe ich eigentlich meine Zeit?<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Bestehende Internetportale konnte darauf keine ausreichende Antwort liefern<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: youop spricht seinen Usern individuelle, auf jeden User maßgeschneiderte Empfehlungen aus. Dies vereinfacht die Suche nach Neuem deutlich, da man sich nicht mehr durch lange Listen klicken muss, sondern nur noch einen Bereich, wie Bars, Cafes oder Musik auswählt und Empfehlungen erhält und so direkt sieht, was einem gefallen müsste. Der weitere Kerngedanke ist Menschen anhand ihrer Präferenzen und Interessen zu verknüpfen.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: diese listen zwar unzählige Möglichkeiten auf, aber keine auf mich abgestimmten Empfehlungen  <br /><br /> <span class="gast">David Holzmann</span>: Uns hat einfach interessiert, wer in die gleichen Clubs wie wir geht, die gleiche Musik hört, .... das kann man sich mit youop zeigen lassen, dargestellt in Gemeinsamkeitsfaktoren<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Heißt das ich bekomme eine Antwort darauf wenn ich wissen will, wohin Leute Abends gehen, die die selbe Lieblingsband haben wie ich? Oder welche Musik jemand hört, der in die selbe Pizzeria geht wie ich? So etwa?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Genau, das geht in diese Richtung Zum einen sehe ich über unterschiedliche Kategorien, wie Musik, Filme, Bars, wer mir ähnlich ist. Kann aber auch durch Kategorien browsen, wie Bars, und sehe direkt wer die gleichen Lieblingsbars hat wie ich. Das andere sind die Empfehlungen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich bin übrigens Buchfan. Habt ihr das auch? Und Filme? Ist es denkbar, sozusagen beliebige 'Dinge' als Präferenz anzugeben? Oder nur im Raster eurer Vorgaben?<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Unser System ist vollkommen flexibel, jeder kann beliebige Objekte anlegen. Mit &quot;Objekten&quot; bezeichnen wir all die Dinge, die man beschreiben und bewerten kann, wie also Bars, Bücher, Filme, DVDs, ...<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Hübsch, genau so was brauche ich ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: :)<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Objekte kann man mit Stichworten versehen, diese bilden damit dynamisch unser Verzeichnis. Wir geben also keine starre Struktur vor<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Auch kann man die Objekte mit beliebigen Informationen anreichern: Für ein Buch also mit Titel, Autor, Verlag etc.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Die dritte dynamische Komponente sind die Bewertungen an sich. Es gibt bei uns zwar eine Gesamt-Bewertung, aber man kann auch einzelne Dimensionen wie z. B. Service, Preis/Leistung, Atmosphäre, ... einzeln bewerten. Wiederum vollkommen dynamisch, der User kann nach belieben ganz leicht neue Bewertungsdimensionen hinzufügen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Ich spiel mal den Pessimisten, ja? Ich sag mal: &quot;Also auf die Art finde ich Kontakt zu Leuten und zu Dingen, die mich nicht überraschen. Ich spinne mich sozusagen in einen sozialen Konsumkokon ein und konsumiere nur, was mir ohnehin gefällt. 24/7 keine Überraschungen. Keine Herausforderungen, nichts, woran ich mich reiben könnte. Nur eitel Freude. Bisschen wie 'Schone neue Welt' in digital. Schlimmer als die Massenverdummung Fernsehen.&quot; So. Jetzt ihr ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Unser Portal fokussiert sich auf Leute, die auf der Suche nach Neuem sind oder sich noch nicht auskennen in einem Bereich oder einer Stadt. Natürlich kann ich auch konsumieren, was mir nicht gefällt ;) youop gruppiert aber Menschen und Dinge mit ähnlichen Interessen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Oder anders gefragt: Wenn Gegensätze sich anziehen, könnte ich auch sagen: &quot;Zeig mir was ganz in der Nähe, das vollkommen anders ist, als das was ich kenne?&quot; (Klingt wie eine Idee für einen David Lynch Film ;) )<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: was man vorgeschlagen bekommt, kennt man aber noch nicht, wodurch man Neues kennen lernt<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Objekte, die man schon einmal bewertet oder empfohlen hat, gehen in die Vorschläge nicht mehr ein.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Also so eine Art Reality-Zapping? Immer was Neues?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: wir gehen in die Richtung, zeige mir, was mir gefallen könnte, nicht zeige mir, was mir nicht gefallen würde. Dies bedeutet, dass es anders sein kann. Gerade dies ist das interessante. Menschen mögen unterschiedliche Dinge und haben unterschiedliche Facetten. Mal gehe ich in eine Oper, mal in einen alternativen Schuppen. Mag ich beides, entstehen wiederum Verknüpfungen in unterschiedliche Richtungen. Dies bedeutet nicht, dass alles Gleich ist, was mir vorgeschlagen wird.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Gerade gibt es ja viele Diskussionen um Applikationsplattformen wie Facebook mit F8 oder Offenheit von Social Networks (XING will ne API anbieten, Plaxo hat diverse Importoptionen). Parallel dazu fragt man sich was man noch alles machen soll: xingen, twittern, trallala und dingsbums. wie seht ihr das: wohin geht das Social Networking und welchen Weg habt ihr vor?<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Unser Ziel ist es, die virtuelle Welt mit der Realität zu verbinden. Eben, indem man über youop Dinge der realen Welt vorgeschlagen bekommt oder reale Personen trifft. Aber nicht nur youop als Web-Portal, sondern auch andere Möglichkeiten der Interaktion bieten sich hierfür an. Social Networking wird über das reine Web-Portal hinaustreten.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Das reine Social Networking ist sicherlich langsam gesättigt, eine weitere Business Plattform wird sich schwer tun<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Inwiefern hinaustreten? Treffs?<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Beispiel: Ich will eine Bar bewerten, aber nur wenige machen das Abends, wenn sie wieder zu Hause sind.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Aus diesem Grunde fokussieren wir uns zum einen auf das vorschlagen von Dingen. Dies können User auch ohne Networking nutzen.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Das Handy ist ein Weg dazu.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Konkret bedeutet dies, dass youop auch mobil werden wird und wir hier auf neue Technologien setzen werden. Leute sollen auch ohne PC in der Lage sein, schnell kommunizieren zu können und sich mit ihrer Umwelt auszutauschen<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Also kann ich sozusagen Daten von youop in mein GPS werfen und zur nächsten Bar schlendern? Das wäre elegant ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Zum Beispiel. Ob man jemanden gerade in dieser Bar, diesem Club kennt. <span class="gast">Andreas Meinl</span>: Oder man sitzt gerade in einer Bar und fragt youop, welche anderen Bars oder Clubs noch so in der Nähe liegen, die einen interessieren könnten.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Man nimmt also sein Social Networking mit nach draußen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie sieht es mit Interfaces zu andren Communities aus? API? Will ich eine 500+ XING-Kontakte bei Youop eingeben? Könnte ich nicht einfach twittern, in welcher Bar ich bin? Und youop liest das und vermerkt es? Und so...<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Wäre möglich, wir überlegen aber, wie wenn man es erst gar nicht explizit mitteilen muss.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Andere Communities auszulesen ist technisch nicht trivial, jeder schützt seine Daten, so gut es geht.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: wir sind aber in diese Richtung offen, fokussieren uns aber zunächst auf die Kernfunktionen<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Na ja, man kann eine Facebook App bauen und das als Hebel nutzen. Und mittelfristig hat ja XING angekündigt eine API zu bieten. Under Cover sollte man sowas nicht machen, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: genau.  Sehen wir auch so. Wie David schon sagte, konzentrieren wir uns zunächst auf die Kernfunktionen von youop, sind aber für neue Ideen jederzeit offen. Eigene APIs planen wir derzeit noch keine; fremde APIs zu nutzen schon.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Grade summt ja auch aka-aki.de, so ein Bluetooth-Handy-Teil, das mir zeigt, wo Bekannte sind. Da gibt es auch ein anderes europäisches Vorbild. Könntet ihr euch sowas als Ergänzung vorstellen?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Ja, absolut.  Wir wollten von Anfang an die Verknüpfung, haben uns aber damals entschieden zunächst eine Basis zu schaffen - interessant wird es doch erst, das Mobile mit Profilen, Meinungen, Gemeinsamkeiten und Empfehlungen zu mischen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: So, jetzt noch en paar Standardfragen ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: ;) klar<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Wie verdient ihr Geld? Premium? Werbung?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Werbung, Affiliate und ein drittes Modul, das in Entwicklung ist<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Die User können manche Objekte direkt bei Affiliate-Partnern erwerben, derzeit haben wir schon einmal Amazon integriert, andere kommen bald nach. Aber keine Angst: Wir werden keine einzelne User-Daten verkaufen, auch keine Bewertungen, Empfehlungen etc.!<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: das Dritte Modul wird für kleinere Betriebe sein, mehr Informationen über Ihre Kunden zu erhalten und sich mit diesen auszutauschen. Mehr möchten wir hierzu noch nicht sagen<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Und was braucht ihr? Angels mit Know-How? Investoren? Entwickler? Neue Kaffeemaschine?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: alles ;)<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Eine neue Kaffeemaschine wäre cool... ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Wir haben bis jetzt alles selbst finanziert und sind momentan auf der Suche nach Investoren. Wir sind mit einigen in Gesprächen und hoffen, bald zu einem Abschluss zu kommen<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Wir sind derzeit zu zweit, also mehr als ausgelastet - weitere Ressourcen sind das A und O.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Sobald wir Kapital haben, werden wir Entwickler, Designer etc. einstellen<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Wir haben viele Ideen, nur leider viel zu wenig Zeit.<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Des Weiteren sind wir auf der Suche nach Partnern, insbesondere Medienpartner<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: D.h. ihr sucht beispielsweise bundesweit Printprodukte die euch featuren?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Medienpartner, die zum einen werben, aber auch den Austausch über youop fördern<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: dies können direkt Bewertungen sein von Musik, Büchern, etc.<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: wir denken nicht nur an klassische Werbung, sondern auch, neuen Nutzen mit youop zu generieren, also neue Werte zu schaffen<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: man könnte einen neuen Kinofilm in einer Zeitung vorstellen und User geben direkt ihre Meinung hierzu ab<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: oder man könnte Fertigpizzen bewerten und sich empfehlen lassen ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: youop würde die weitere Verknüpfung übernehmen<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: genauso Abstimmungen. Bester Biergarten Münchens, ...<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Fertigpizzen KANN man nicht empfehlen. (Ich hab gerade das Dejavu einer 99 Pfennig Pizza, die es in meiner Studienzeit gab ;) )<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: haha<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: ich wäre froh über mehr Abwechslung bei Fertigpizzas<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: youop'er die diese Pizza empfehlen, empfehlen auch diesen Wein, dieses Bier ;) Allgemein versuchen wir viele Querverknüpfungen einzubauen, da dies neue Informationen liefert<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Und wie ist München so? Gibt es da eine Web 2.0-Szene? M ist ja bisher nicht durch ein Barcamp oder zu viele Startups aufgefallen. Oder braucht man gar kein passendes Umfeld?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: Klar ist das Umfeld wichtig<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Das Umfeld ist wichtig, und München unterstützt uns hier sehr. Ist nicht im Oktober wieder ein Barcamp in München?<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: München hat bald ein Barcamp, andere Start-Ups wie amiando entstehen hier auch<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: Barcamp: wieder? In M war noch keins, nur in Nürnberg ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: im Oktober ist eins geplant<br />
<span class="ich">Oliver Gassner</span>: OK, vielleicht sehen wir uns ja beim Barcamp. Dann können wir ja ein Fertigpizzatasting als Session anbieten. Viel Glück und Spaß bei youop und bei der Investorenauswahl. - Danke für das Interview ;)<br />
<span class="gast">David Holzmann</span>: sehr gern :)<br />
<span class="gast">Andreas Meinl</span>: Kein Problem, wir haben zu danken!<br />
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<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 13:23:34 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Stephanie Staar (netmoms.de): Mütter im lokal und im Netz</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=62</link>
<description><![CDATA[<img src="http://data.blogg.de/1095483/images/NM_Gruppenfoto_116_w124.jpg" alt="" /><br />
<span>Oliver Gassner</span>: Hallo Steffi.<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Hallo Oliver!<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Erzählst du unseren Leserinnen und Lesern kurz, wer du bist, was du vorher gemacht hast und was deine Aufgabe bei den Netmoms ist?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ich war zunächst für einige Jahre bei McKinsey in der Medienberatung tätig, bin dann zu arvato/Bertelsmann gewechselt und bin seit Anfang des Jahres im Internet aktiv. Ich habe zunächst einige Start Ups bzgl. Finanzierung und Business Plan beraten, ehe ich mich dann mit NetMoms selbständig gemacht habe. <a href="http://www.netmoms.de">NetMoms</a> habe ich gemeinsam mit Jens Echterling und Tanja Waldeck gegründet und bin  - gemeinsam mit Jens - verantwortlich für das Produkt.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Wie war das so bei McKinsey? Die Berater von da kommen ja eher in Nebensätzen vor und meist in unfreundlichen Zusammenhängen wie Jobabbau oder 'da kommt einer  weiß alles besser'.<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Das habe ich so nicht erlebt - ich persönlich habe eher an Projekten mitgearbeitet, in denen neue Einheiten geschaffen wurden oder auch neue Produktideen entwickelt und umgesetzt wurden - insofern hat mir die Zeit sehr viel Spaß gemacht.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: D.h. du warst nicht im direkten <strike>Feind</strike>Kundenkontakt?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Jeder Berater hat direkten Klientenkontakt! Also, doch, natürlich war ich das. Aber diese stereotypen Aussagen über Berater entsprechen halt nicht der Praxis. <br /><br /> <br />
<span>Oliver Gassner</span>: OK, offenbar ist das wieder einer der Jobs, der von der einen Seite anders aussieht als von der anderen ;) - <br />
<span>Stephanie Staar</span> : Man muss sich das folgendermaßen vorstellen: Da arbeiten Leute von zwei Firmen (Berater und Klient) zusammen und in 95 von 100 Fällen ist es konstruktiv und macht Spaß. Wie sonst auch im Leben!<br />
<span>Oliver Gassner</span>: 95% ist eine gute Quote ;) Wo holpert es bei Startups am meisten, wenn es um die Finanzen geht? Was müssen die lernen? Was lernen sie nie (oder sagen wir: schwer)?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, von Anfang an einen Zeitpunkt im Auge zu haben, an dem man Geld verdienen will.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Kann man das so genau planen?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Man sollte es zumindest. Wir haben festgelegt (sowohl zeitlich wie auch quantitativ), wann wir mit Vermarktung starten wollen. In unserem Fall ist es das vierte Quartal. Und dann werden wir auch loslegen - auch wenn wir nicht unter den ersten 10 bei IVW starten. Ich halte hier gesunden Realismus für wichtig. Man sollte nicht ewig das Produkt optimieren und Nutzer maximieren und erst dann vermarkten,  - es sollte eher ein paralleler Prozess sein. Auch wenn's manchmal schwerfällt - weil das Produkt und die Steigerung der userbase schon viel Spaß macht. Aber in Schönheit sterben ist noch niemandem bekommen.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Das war zwar noch über die Kunden gefragt - für etwas Background, aber gehen wir zu den Netmoms über: Bist du eine Netmom?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ja logisch, wenn auch noch keine Mom :) Aber unsere Plattform ist für Mütter und alle die es werden wollen! Insofern fühle auch ich mich bei uns gut aufgehoben!<br />
<span>Oliver Gassner</span>: So, startuppen ohne Contentkompetenz? ;)<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Nein, das hätten wir nicht gemacht. Tanja ist ja Mutter, deshalb ist Tanja auch für unseren Content und das gesamte Mütternetzwerk verantwortlich! Das haben wir als zentral wichtig empfunden - hat sich im Nachhinein auch als richtig herausgestellt. Außerdem werden wir von verschiedenen Müttern aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis unterstützt<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Dann bin ich beruhigt.<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Und haben mittlerweile 250 LocalMoms, die als NetMoms &quot;Repräsentantinnen&quot; in ihrer Stadt oder Region fungieren. Tanja spricht mit den NetMoms und ich spreche mit Dir :)<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Und woher kam die Idee? Ist ja nicht so als ob es keine Elternplattformen  im Netz gäbe. Und ich kenne sogar eine 1.0-Plattform, die hre Frau (mit 2 Kids) voll mit nem Halbtagsjob ernährt.<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Die Idee kam eigentlich daher, dass die Mütter in unserem Bekanntenkreis im Internet nichts geeignetes gefunden haben. Zwar gibt es die klassischen Eltern Seiten, aber die haben meist wenig Community Charakter und kaum lokale Komponenten gehabt. Wir betonen sehr stark die lokale Komponente und die Möglichkeit, andere Mütter aus der Umgebung auch „offline“ kennenzulernen - und genau das scheint den Moms zu gefallen. Es hat mittlerweile schon in mehr als 15 Städten NetMoms Treffen gegeben und unsere Nutzerinnen werden in dieser Beziehung immer aktiver. In Köln hatten wir zum Beispiel grad am Samstag eins und es war wie immer sehr witzig. Dieser persönliche und auch lokale Bezug fehlt den &quot;klassischen&quot; Seiten.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Nicole Simon hat ja die diversen familien-, Väter und Müttercommunities bei blognation angesehen und gemeint, dass Plattformen wie Urbia.de ziemlich dominant sind. Siehst du das anders? Ist da noch Luft?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Da ist definitiv noch Luft, da wir uns nicht als Online Magazin positionieren (s.oben). Zu uns kommen die Moms, weil sie unheimlich schnell Antworten auf ihre Fragen bekommen, andere Mütter tatsächlich kennen lernen können und sich einfach gut aufgehoben fühlen. Ich bin mir sicher, dass sich Urbia da anders positioniert.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Haben Mütter überhaupt Zeit, sich vor den Rechner zu setzen? also bevor unsere beiden Kids im Kindergarten waren, hatte da meine Frau wenig Luft oder gar Lust. Und die Rechercheaufgaben darf ich immer machen ;)<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Da müsste ich Dir mal einige Feedbacks von Nutzerinnen schicken, es ist echt unglaublich. Einige schreiben, dass sie sich mittlerweile mit ihren Männern um den PC schlagen. Eine andere sagt, sie ist jetzt ganz happy, wenn er mal zum Fußball geht, damit sie in Ruhe an den PC kann :) Aber womit Du natürlich Recht hast, ist, dass der Nutzersupport bei uns sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir haben mittlerweile 2-3 Leute, die direkt mit den Moms interagieren und technisch unterstützen - aber wir machen das gerne, dabei bekommen wir gutes Feedback zu usability und Verständnis der Funktionalitäten.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Dann ist das ja glatt eine Aufgabe der Volksbildung, die ihr da übernehmt. Oh, Support, prima, bei uns muss ich das immer machen ;) Nicht einfach, sag ich dir. Das berichten mir fast alle Männer wenn die auch nicht grade selbst Geekgene hat...)<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Habt ihr einen Überblick, wie alt die Kids sind und ob die Frauen arbeiten? Wie ist da die Verteilung?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Wir haben das vor einiger Zeit mal erhoben (vor dem großen Wachstumsschub) - Da waren es etwa 60% Frauen mit Kindern unter 6 Jahren, 40% mit älteren Kindern. Bzgl. der Berufstätigkeit können wir nur auf die AWA zurückgreifen. Die sagt, dass ca. 35 % unserer Zielgruppe nicht berufstätig sind. 20% full time, der Rest Teilzeit in irgendeiner Form.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: AWA ist?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Eine der Online Studien, die die Verlage anbieten. Allensbacher Werbeträger Analyse. Wir nutzen die und die ACTA zur Zielgruppenanalyse.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Interessant wäre ja, ob euer Schnitt dem Statistikschnitt entspricht, oder?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ja, das wäre schön zu wissen, aber wir wollen unsere Nutzerinnen im Moment nicht mit statistischen Abfragen nerven, die eigentlich nur &quot;nice to know&quot; sind.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Jetzt kommt, natürlich in Kontext mit der Zielgruppe (Doppelverdiener -&lt; mehr cash) die unvermeidliche Frage: Woher kommen die Mäuse? Wie verdient ihr Geld? (Und natürlich: ab wann ;) )<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ab wann: Q4 Wie: Werbung (banal, aber trotzdem lukrativ) und diverse Kooperationen. Wir sprechen gerade mit diversen Vermarktern und prüfen auch die Eigenvermarktungsalternative.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Ist im Onlinewerbemarkt beliebig Geld drin? Aktuell wächst er ja wie Harry, aber bliebt das so? Wie lange noch?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ich wünschte, ich könnte Dir das sagen ;) Also beliebig viel Geld gibt es ja nie... aber wir haben bisher das Feedback von den Vermarktern bekommen, dass  Frauenumfelder durchaus auch langfristig als sehr attraktiv angesehen werden.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Kannst du mal ein Beispiel für Kooperationen machen? So wie aktuell studiVZ und FON.com?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Wir denken da eher an weniger technische Kooperationen und spechen mit den großen Consumer Goods Firmen, Babynahrungsherstellern, Kosmetikketten etc.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Konkurrierende Netzwerke hängen ja an großen Verlagen dran. Bei den Frauen hat ja Print sozusagen noch ein letztes Reservat. Könntet ich euch auch nen verlag als Partner vorstellen? Es gibt da ja einige (ok, 2 ;)  ), die in 2.0ige Sachen investieren.<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Wir können uns verschiedene Partner vorstellen, sicherlich sind die Verlage da eine Alternative.<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Bevor ich frage, ob ich noch ne wichtige Frage vergessen habe, frag ich zum Abschluss: Wann kommt netdads.de?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : es gibt ja mittlerweile schon (mind.) 2 (werdende)  Vätercommunities in Deutschland - insofern werden wir denen den Vortritt lassen :)<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Aber unsere Plattform steht den NetDads natürlich auch offen :)<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Ach, es gibt keinen Gentest?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Nein, und wir checken auch nicht telefonisch, ob Du wirklich eine Frau (oder in Deinem Fall ein Mann) bist. 8)  Aber wir stehen zu den Frauen als Kernzielgruppe und wir mögen unser Pink und unser Grün :)<br />
<span>Oliver Gassner</span>: So, hab ich noch ne wichtige Frage vergessen?<br />
<span>Stephanie Staar</span> : Ich hoffe nicht! hat Spaß gemacht!<br />
<span>Oliver Gassner</span>: Danke dir, viel Spaß bei den Netmoms und vielleicht steckt es ja an ;)<br />
<span>Stephanie Staar</span> : lass uns in einigen Monaten noch mal sprechen - dann sehen wir das ja :)<br />
]]></description>
<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 20:48:52 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Netzstimmen am 8.8.2007</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=61</link>
<description><![CDATA[- Bei egoload wird über <a href="http://www.egoload.de/egoblog_files/Urlaub-vom-Ich-was-unsere-Reisen-ueber-uns-aussagen.html#unique-entry-id-80">Urlaubertypen psychologisiert </a><br />- Bei cellity ist <a href="http://blog.cellity.com/de/2007/07/19/coming-soon-cellity-groupcall/">Gang-Telefonieren</a> angesagt und man <a href="http://blog.cellity.com/2007/07/04/cellity-gewinnt-kapitalgeber/">sammelt Kapital</a>*<br />- Nicht nur Google hat ein Lab: Dawanda hat jetzt <a href="http://feeds.feedburner.com/~r/dawanda/~3/141189666/">ein 'Style Lab'</a> (was echt schwer auszusprechen ist)<br />- bei den Dealjägern geht es um <a href="http://www.dealjaeger.de/blog/2007/08/07/arbeitswutig/">Sex Sex Sex</a> und es <a href="http://www.dealjaeger.de/blog/2007/08/08/one-umbrella-to-rule-them-all/">glüht der Regenschirm</a><br />- FON POIs kann man <a href="http://blog.fon.com/de/archive/technology/foncom-pois-bei-pocketnavigationde-wifi-mit-gps-finden.html">jetzt GPSen</a> (yess ;) Abk. Awrd heute.)<br />- SONES <a href="http://feeds.feedburner.com/~r/Hyperwebtechie/~3/137896316/">zuckt noch, bloggt nur nicht</a><br />- <a href="http://blog.imageloop.com/2007/07/30/lang_deneuer-iphone-skin-bei-imagelooplang_delang_ennew-iphone-skin-available-with-imagelooplang_en/">Imageloop iPhonet</a><br />- <a href="http://www.imity.com/blog/2007/06/18/peoplespotting-with-imity-blue-bunny-at-vesterbro-festival/">Imity rockt</a><br />- Loic LeMeur <a href="http://feeds.loiclemeur.com/~r/loiclemeur/~3/141764288/tweets-for-to-5.html">bloggt seine Twits</a><br />- Bruno, <a href="http://www.lunchoverip.com/2007/08/william-cybersp.html">William und der Cyberspace</a> <br />- Ormigo <a href="http://blog.ormigo.com/2007/jobs/praktikum-im-bereich-online-marketing-mediaplanung/">sucht Praktikanten</a><br />- Readers Edition <a href="http://www.readers-edition.de/2007/08/01/forschungsprojekt-in-der-schlussphase/">forscht bis 5 vor 12</a><br />- rebtel <a href="http://forum.rebtel.com/wordpress/2007/08/06/the-unused-inclusive-minutes-rip-off/">berichtet vom Minutenklau</a><br />- sevenload wird zum <a href="http://blog.sevenload.de/2007/08/08/sport-am-montag/">Sportsender</a><br />- webnews dokumentiert den <a href="http://blog.webnews.de/2007/08/07/webnews-intern-akte-003/">Eingang zum HQ</a>, damit sie ihn auch wiederfinden<br /><br /><br /><br /><br />* sponsort ein Blog an dem ich beteiligt bin<br /> <br /><br /> &nbsp;]]></description>
<pubDate>Wed, 08 Aug 2007 16:11:06 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Ossi Urchs: Über Angst und Neophilie, die Rettung der Welt und die nächsten fünf Jahre im Netz </title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=60</link>
<description><![CDATA[<br />
 <img src="http://data.blogg.de/1095483/images/VoIP-Ossi-Urchs.jpg" /><br /><br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Hallo Ossi!<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Hi Oliver<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Würdest du dich den drei vier Leuten unter unseren Leserinnen und Lesern, die dich nicht kennen, kurz vorstellen?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Wie du meinst: Ossi Urchs, vormals TV-Regisseur, nun schon seit Anfang der 90er-Jahre Internet-Berater, hat alle Auf und Abs der Branche mit erlebt und freut sich, dass die Depression wieder einer realistischeren Betrachtung des Internets Platz gemacht hat und mit der Reife der Nutzer und des Mediums langsam auch sein &quot;wahrer Charakter&quot; als INTERAKTIVES Massenmedium sichtbar wird.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Dir wird ja häufiger der Beiname 'Internet-Guru' verpasst. Ist das angenehm und braucht das Internet Gurus?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Je nun: Guru heißt auf Sanskrit einfach &quot;Lehrer&quot;. Wenn ich den Leuten etwas über das Internet beibringen oder näher bringen kann - dann ist der Guru schon OK.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Ist das Netz denn so erklärungsbedürftig?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Das Netz nicht, die Nutzer schon. So ist das immer bei wirklich neuen Medien: man braucht eine Weile um ihr wirkliches Potential zu verstehen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das heißt das Netz ist gar nicht so sehr ein technisches Phänomen denn ein soziales? <br /><br /> <br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  So ist es. Die Technik ist immer nur am Anfang wichtig, später verschwindet sie hinter der Anwendung.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das heißt die Idee, dass man mit dem Netz die Welt retten kann, ist noch nicht ganz durch? &quot;Wahre&quot; Demokratie, Wissen und Wohlstand für alle? Ist das die Netzutopie?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Na ja, das hat am Anfang sicher eine gewisse Rolle gespielt, die amerikanischen Wissenschaftler, die am Projekt eines weltweiten Netzes gearbeitet haben, waren sicher stark von der &quot;Grassroots&quot;-Idee beeinflusst. Aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, das eine Tech, welche auch immer, der Heilsbringer in einer Gesellschaft sein kann. Dennoch: das Internet hat nicht nur unsere Art zu arbeiten, sondern unsere ganze Art zu leben und zu lernen, uns zu informieren und zu unterhalten nachhaltig verändert.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das heißt allein dadurch, dass ich die Möglichkeit schaffe, Menschen kommunikativ zu verbinden, passiert nicht automatisch was Gutes?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Noch nicht: das Potential, diese Möglichkeiten zu etwas Gutem zu  nutzen sind da- und das ist doch auch schon was. Ansonsten ist das Internet immer ein Abbild der Gesellschaft; im Guten wie im Schlechten.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Spulen wir nochmal an den Anfang zurück: Wie hast du das Netz entdeckt und wie und wann hast du es 'verstanden'?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Entdeckt. in den 80ern in USA. Dort haben Computerartisten damals schon mit Mailing Lists und Newsgroups gearbeitet um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und zu unterstützen. &quot;Verstanden&quot; habe ich es sicher bis heute noch nicht ganz - wer will das schon von sich behaupten  Aber ich war damals gezwungen mich durch &quot;learning bei doing&quot; an das Internet zu nähern, seine technischen Grundlagen zu verstehen und das hat mir dann geholfen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das mit dem 'wirklichen Potential des Netzes' interessiert mich noch - was wäre das genau?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ok - aber das braucht etwas länger. Potential beinhaltet die Frage: was ist das eigentlich Neue am Netz und das ist: seine Interaktivität, Multimedialität und Personalisierbarkeit das alles zusammen hat kein anderes Medium vor ihm zu bieten gehabt und die Kombination macht es bis heute so erfolgreich es gibt nicht mehr die prinzipielle Trennung von &quot;Sender&quot; und &quot;Empfänger&quot;, sondern jeder Nutzer kann prinzipiell mit jedem anderen in Austausch treten. Etwas, dessen Potential wir erst heute - mit dem &quot;Web 2.0&quot; beginnen zu realisieren.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Und die meisten wollen das auch? Aktiv sein statt berieselt werden, ein Video zur Unfallmeldung und x Checkbook zum ankreuzen?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Das sind ja nur erste Gehversuche. Denk mal wie die ersten Webseiten aussahen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Grauer Hintergrund, Lauftext, Hundefoto ;)<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  LoL. Nobody knows you're a dog.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  und was bis heute daraus geworden ist in gerade mal 10 Jahren!!!<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das frage ich mich immer: Ist es halbwegs realistisch zu projizieren, was in 5 oder 10 Jahren sein könnte?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Na ja, in 5 vielleicht noch, was in 10 Jahren mit dem Netz sein wird, was aus ihm geworden sein wird, das weiss heute niemand. Wer etwas anderes behauptet ist entweder naiv oder schlicht dumm.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Vor 5 oder 6 Jahren habe ich dich bei einer SUN-Veranstaltung gehört, das war so eine Deutschlandtour. Da hast du im Prinzip das erzählt as jetzt Realität ist: Netz auf kleinen Geräten, überall Netzzugang. Damals hatte wir gerade mal WAP auf Handys. Da lagst du also ganz gut.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja, ein Horizont von 5 Jahren scheint mir für eine trend-analyse noch fassbar, so lange der Trend sich in einem überschaubaren Zusammenhang bewegt. Alles darüber hinaus erinnert mich immer an Kristallkugeln oder Tischerücken ;)<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Gut, dann versuchen wir das mal: Was wird in 5 Jahren sein? Internet, Mobile, 3D, Social Networks, Web 4.0. Was immer.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Also: zuerst denke ich, dass das Netz immer mehr hinter seinen Anwendungen &quot;verschwinden&quot; wird. Denk an IP-Telefonie: da denkt heut schon niemand mehr ans Internet sondern einfach an billigeres Telefonieren. Das gleiche wird auch für IP-TV gelten usw.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Also so wie heute &quot;alles&quot; Chips hat wird bald alles eine Funkverbindung zum Netz haben.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja genau der Netzzugang von Geräte wird eine Selbstverständlichkeit.- Aber das eigentlich spannende werden die neuen Anwendungen sein: Social Networks, das &quot;semantische&quot; Web usw. Das wird uns neue Formen der Kommunikation und des Austausches liefern.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Was ist bei Social Networks denkbar? Jemand meinte mal: &quot;Ich werde in der S-Bahn sitzen und mein Handy wird mir sagen, dass ein Kontakt 2. Grades von XING mit mir in der Bahn sitzt&quot; - so was?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Na ja, eher weniger. Social Networks entfalten ihre Kraft dadurch, dass Menschen mit einander kommunizieren und zusammen arbeiten können, die das ansonsten nicht könnten weil entweder geografische oder sprachliche grenzen das verhindern. In Zukunft wird es ausreichen, dass 2 Menschen am gleichen interessiert sind intelligente &quot;match-making&quot; Tools im Web werden sie zusammen bringen: &quot;schau mal der oliver arbeitet schon seit Jahren and en gleichen Themen wie du. Ihr solltet euch mal austauschen&quot; Semantisches Web - so macht das Sinn.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Und was wird sich bei der Vernetzung der sozialen Netzwerke tun? Es ist doch massiv ermüdend überall wieder sein 'normales' Netzwerk zu rekonstruieren: single sign on oder OpenID? Alle Kontakte in jedem Netzwerk? Wird so etwas passieren? Das wäre doch die Voraussetzung.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja sicher. Identity Management ist eines der großen Themen und jetzt nicht mehr nur IM Unternehmen (single sign on), sondern über das ganze Netz hinweg. Es wird ein netzbasiertes &quot;Repository&quot; für solche Informationen und deren Anwendung geben. Die große Frage: wer wird das managen? Microsoft oder Google? Ich denke: keiner von beiden sondern die Nutzer selbst....<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Also eher Richtung FOAF und OpenID: verteilte SN-Infos?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  ... mit Hilfe intelligenter Agenten (= Software). OpenID ist sicher ein Ansatz aber immer noch von zentralistischem Denken geprägt.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  An sich kann ja jeder seinen eigenen OpenID-Server bauen. So wie man seinen eigenen SMTP-Server betreiben kann.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ich denke, dass jeder, der eine Website/Blog betreibt sein eigener ID-Server werden kann dort hinterlegt er Profile und Scenarios die bei Bedarf mit Dritten (&quot;Trusted Third&quot;) und deren Infos angereichert werden z. b. Bank- oder Gesundheits-Infos.<br />
24] <span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Es gibt ja dieses Schlagwort vom Enterprise 2.0. In IT-lastigen Firmen scheint sich das ja zum Teil 'von unten' durchzusetzen. Aber selbst in 'normalen' Technologiefirmen ist die Diskussion um die Rechtevergabe im internen Wiki der 2.0-Killer. Lernen die das noch rechtzeitig? Müssen die ihre Kontrollmanie pflegen oder geht es auch anders?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Es MUSS anders gehen sonst entwickelt sich ein &quot;Unternehmens-Underground&quot;. Komme ich nicht an das &quot;offizielle&quot; Wiki in meinem Unternehmen ran, schreibe ich eben in einem anderen über die gleichen Themen - sicher nicht im Sinne der restriktiven Unternehmen.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das heißt die Mitarbeiter kündigen sozusagen den Informationsfluss und organisieren sich so, wie sie es vom privaten Netzumfeld kennen?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja, genau: Warum soll ich im Unternehmen auf Vorteile, die ich als privater Nutzer habe und schätze, verzichten! Den Unternehmen  bleibt also gar nichts anderes übrig als sich darauf einzustellen. Unternehmen sind wie Menschen: im Grunde recht konservativ: &quot;never change a running system&quot; das hat in Zukunft keine Chance mehr.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Als ich kürzlich in einer Diskussion sagte: Benutzen sie doch die Wikipedia und del.icio.us, da wurde etwas von Urheberrecht gemurmelt. Ich hatte den Eindruck, auf einem anderen Planeten zu sein. Wie kann man diese Onlinekultur in die Firmen reinvermitteln? Oder müssen die das auf die harte Tour lernen?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Wahrscheinlich: Ja - oder sie engagieren kompetente Berater und lernen über ihren eigenen Schatten zu springen. S. o. :  dann gibt es das eben noch &quot;running system&quot; plötzlich nicht mehr.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Das heißt sie müssen erst die Kontrolle über ihr eigenes Intranet verlieren, bis sie merken, dass die Leitungen brennen? - Ich hab mal von einer Firma, die Weblogprojekte macht gehört: &quot;Ohne Evangelisten IN der Firma gehe gar nichts.&quot;<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Das kann schon sein<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Muss die Innovation vielleicht von innen kommen? Müssen die Angestellten die Berater werden?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Der Ansatz wäre natürlich der beste: interne Consultants - ist aber eher selten. Manchmal kommt der Innovationsdruck aber auch von &quot;oben&quot; oder von &quot;aussen&quot;. Welcher Angestellte hat schon den Mut sich gegen seinen Chef aufzustellen und offen zu sagen. &quot;So funktioniert das nicht!&quot; Als Externer tut man sich da doch deutlich leichter.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Nun, an sich könnten das doch die Angestellten tun? Sie formen &quot;Untergrundgruppen&quot; und sobald einer aufsteigt wird das System offiziell. Das heiß das Netz bedingt einen Kulturwandel, auch in Unternehmen.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Auf jeden Fall!!! Dort noch mehr als in der &quot;breiten Öffentlichkeit&quot;.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Wenn sozusagen die Leute privat die Kompetenzen erwerben, dann lernen die Firmen 'viral': durch Infektion. - Stimmt, die Chefs sind ja noch immer stolz darauf keinen Computer auf dem Schreibtisch zu haben.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Aber das Problem erledigt sich zur Zeit gerade &quot;biologisch&quot; ;) Der virale Infekt ist sicher ein gutes Bild, auch in diesem Zusammenhang: Wer trägt das Virus in das Unternehmen  hinein? Wahrscheinlich ein externer &quot;Wirt&quot; -  das bringt uns zu einem anderen aspekt. der Auflösung traditioneller Organisationsformen und dazu zählen u. U. auch Unternehmen werden ersetzt durch &quot;Projekt-Gruppen&quot;<br />
 <span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Kürzlich überlegte ich, ob angestellte nicht viel mehr wie Freiberufler agieren müssten.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja genau, das sehe ich auch<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Also: Sich ständig im Unternehmen an interessante Projekte 'verkaufen'.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  &quot;Freie&quot; sind zwar ein Euphemismus, aber dahin geht der Weg. Ob im oder ausserhalb: das Projekt zählt.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Gibt es Unternehmen, die so was machen - sagen wir mal: Außer Google mit seinem '5. Tag'?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Hm, Beispiele???<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Yep.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Google ist da sicher ganz weit vorn. Microsoft könnte auch das eine oder andere Beispiel liefern, denke ich Aber: wo es so was gibt, wird es meist nicht an die grosse Glocke gehängt : ANGST! Ein sehr deutsches Wort<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Super Antriebsform für Kreativität... James Watt und da Vinci und Einstein hatten sicher viel Angst....<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja, wenn's denn dienlich ist. Eher eine gesunde Neugier. Es gibt immer &quot;Neophobe&quot; und &quot;Neophile&quot; ANGST vor dem Neuen = Starre! Liebe zum Neuen = Los geht's!<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Braucht es da Incentives oder ist der Mensch an sich so gestrickt, wenn man ihn denn lässt?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Incentives sind ja nie schlecht, aber wenn jemand neugierig ist, ist die Entdeckung schon Incentive genug.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Was sind die Themen, mit denen du dich gerade beschäftigst?<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  alles mögliche im Web 2.0-Umfeld: von Corporate Blogs über Unternehmens-Wikis bis zu WoM und ID-Management und natürlich der Mega-Trend: Online-Video<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Ich finde gerade die ganzen Live-Video-Formate spannend.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Ja sicher.  Und &quot;digital commerce&quot;, also der Verkauf von digitalen Waren, aber auch vieles aus dem UGC-Bereich, da schlummert viel Talent.<br />
<span class="ich">Oliver Gassner:</span>  Vielen Dank für das Interview.<br />
<span class="gast">Ossi Urchs:</span>  Gerne!!!<br /><br /><br />Das Weblog von Ossi Urchs: <a href=http://www.urchs.de/LogOn/>http://www.urchs.de/LogOn/</a><br /><br />
<hr /><br /><br />
<b>Glossar:</b><br /><br />
ugc: user generated content, Inhalte, die von Nutzern erstellt werden, wie bei Blogs, Profilen in Social Networks oder in der Wikipedia.<br /><br />
SN: Social Network<br /><br />
incentive: Belohnung, Bonus<br /><br />
WoM: Word of Mouth, Empfehlungsmarketing</b></b>]]></description>
<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 16:54:30 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>Ist das Facebook-Konzept die Zukunft?</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=59</link>
<description><![CDATA[<br />
<div class="icon" style="font-weight: bold;">&nbsp;</div><span style="font-weight: bold;">&quot;Ist der Ansatz von Facebook -also die Integration von Anwendungen anderer und <br />
das Anbieten von Schnittstellen zu externen 'vertikalen' Communities- die Zukunft <br />
des Networking und ist der 'Long Tail' damit kastriert?&quot;</span><br /><br />Martin Koser, <a href="http://www.frogpond.de,/">http://www.frogpond.de,</a> &quot;Plattformen sind <br />
wichtig, gerade für Nischenangebote&quot; <br /><br />Ossi Urchs; <a href="http://www.urchs.de">http://www.urchs.de</a>: Der facebook-Ansatz einer &quot;offenen Applikationplattform&quot; ist sicher eine der notwendigen Konsequenzen aus der gesamten Entwicklung des Internet im allgemeinen und des &quot;Web 2.0&quot; im besonderen. Die entscheidende Frage dabei ist, ob die API standardkonform ist, also selbst eine &quot;offene Schnittstelle&quot; für für &quot;offene Lösungen&quot; darstelt - nur so bleibt das Web selbst mittelfristig ein &quot;offenes Netzwerk&quot; und wird nicht zur Ansammlung proprietärer Inseln.<br /><br />Sebastian Keil, <a href="http://www.pÃ¶bler.de">www.pöbler.de</a>, &quot;Die Vergangenheit hat uns doch wohl gelehrt, dass 'die Zukunft' nächste Woche schon vorbei sein kann. Grundsätzlich bieten offene Platformen mehr Möglichkeiten, den Netzwerkenden bei Laune zu halten. Eine  Kastration des Long Tails sehe ich da überhaupt nicht, Long Tail bleibt Long Tail.&quot;<br /><br />Siegfried Hirsch **: <a href="http://RSS-Blogger.de">http://RSS-Blogger.de</a>: FaceBook setzt nur als Erster konsequent auf eine API und bietet für die Anbieter von Anwendungen ein Business Model das anspornt. Durch die Vernetzung im  Social networking Bereich ergibt sich damit für die Anbieter ein enormer viraler Effekt, wenn er denn genutzt wird. Allerdings hab ich immer ein wenig Bauchweh, wenn ein Anbieter sowas monopolisiert, das durch die Art und Weise der Umsetzung bei FB ja gegeben ist. Warum öffnet sich Blogsoftware nicht in dieser Richtung? Was bei Blogs fehlt ist ein funktionierendes Adressbuch für die Buddyvernetzung, die über die Blogroll hinausgeht und die Möglichkeit Anwendungen einzubinden, wobei der Ansatz ja bei Blogs schon längst über Widgets verfügbar ist, aber für die meisten Blogbetreiber noch erheblich zu kompliziert ist. Ich hoffe also, dass Blogbetreiber oder Blogsoftwareschreiber diesen Schritt ebenfalls gehen und damit in einer dezentralisierten Form Facebook etwas entgegensetzen.<br /><br />Alexander Oelling <a href="http://hyperwebtechie.com">hyperwebtechie.com</a>: In Zukunft werden sich alle Plattformen für andere Anbieter öffnen müssen. Die User möchten sich zb. nicht überall neu anmelden müssen, sondern ihre Daten einfach importieren können. Dazu werden einheitliche Schnittstellen benötigt um den Vorgang zu vereinfachen. In der Wunschvorstellung für eine Welt von morgen, sollten alle User die vollständige Kontrolle über ihre Daten haben. Gerade aber bei dieser Ultravernetzung der Applikationen sehe ich dabei große Probleme. Wir stehen erst am Anfang spannender Entwicklungen... Im Longtail bedeutet das für kleinere Anbieter sogar eine Chance zu wachsen, und durch Netzwerkeffekte zu partizipieren.<br /><br /><span class="salutation">Rene-Martin: </span>(<a href="http://www.renemt.de/">www.renemt.de):</a> Facebook's Strategie ist <br />
eigentlich nur logisch. Social Networks schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Die <br />
meisten bieten auch ziemlich vergleichbare Features (liegt ja in der Natur der <br />
Sache). Um in der Masse nun positiv aufzufallen gibt es eignetlich nur zwei <br />
Hauptmöglichkeiten: Soviele (sinnvolle) Funktionen wie möglich anbieten und so <br />
viele Nutzer wie möglich aggregieren - andere dürften dem FaceBook-Beispiel <br />
folgen. Welche Auswirkungen das auf den den Long Tail hat ist m.E.n. schwer zu <br />
sagen - &quot;kastriert&quot; dürfte er aber wohl noch nicht sein.<br /><br />Oliver Ueberholz - <a href="http://www.webworkblogger.de">http://www.webworkblogger.de</a>: Keines von beiden. Zuerst gibt es einen Aktivitäts-Schub für Facebook und natürlich auch für alle (über die API) &quot;angeschlossenen&quot; Dienste. Jeder möchte  &quot;ein paar Nutzer für sich gewinnen&quot;. Aber durch die starke Vermischung der User wird Facebook auch zu einer Art &quot;Einheitsbrei&quot;. Ein richtiges Clustering (Lokalisierung oder Vertikalisierung) gibt es bei Facebook nicht wirklich und wird durch die nicht sortier- oder einteilbare Freiheit an Applikationen auch nicht besser. Folglich wird auf Dauer trotzdem ein Trend weg von Facebook gehen. Man bekommt einfach nicht das, was man will.<br /><br />Franz Patzig <a href="http://franztoo.de">http://franztoo.de</a> Der Ansatz von Facebook geht über alles hinaus was es bisher gegeben hat. Die Integration von Anwendungen und die Möglichkeit auch für Anbieter dadurch mitzuverdienen eröffnet völlig neue Dimensionen. Ich sehe den &quot;Long Tail&quot; dadurch eher gestärkt und mir schwant langsam, warum die Macher von Facebook die Avancen zum Kauf der Plattform bisher abgelehnt haben. Ob es die Zukunft ist weiss ich nicht, trotzdem ist es derzeit richtungsweisend.<br />
<br /><br /><br />
Rafiq Charania, <br />
<a href="http://blogg.charania.no">blogg.charania.no</a>: its not the solution because time attention span and need for variety on the web contradicts the facebook strategy, but its very important with open api.<br />
<br />
<br /><br /><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Michael Herrling**, <a href="http://www.marktpraxis.com/blog">http://www.marktpraxis.com/blog</a>, die Integration von anderen Anwendungen und das Anbieten von Schnittstellen zu anderen Communities sind m.E. wichtige Faktoren und eine logische Konsequenz der derzeitigen Webentwicklung. Dem Long-Tail dürfte dies eher zugute kommen. Ob das nun die Zukunft des Networking sein wird, kann bei der vorherrschenden Dynamik kaum einer sicher voraussagen können.<br /><br />Ibrahim Evsan <a href="http://ibrahimevsan.de">ibrahimevsan.de</a>: Die Verlinkung der Nutzer von Social Networks untereinander ist die einzige tatsächliche Lösung, für die Nutzer einen Mehrwert durch die individuelle Struktur innerhalb der Netzwerke zu erzeugen. Durch die Bereitstellung von Verlinkungen zwischen Social Networks selbst werden den unterschiedlichen Nutzern so umfassende Interaktionsmöglichkeiten bereitgestellt. Bei fehlender Verbindung zwischen verschiedenen Social Networks bildet sich letztendlich für die Nutzer nach kurzer Zeit ein Socializing-Overflow über alle Plattformen hinweg. Dieser Socializing-Overflow wird sich vergleichbar zum Information-Overflow als problematisch für die Nutzung eines Netzwerkes entwickeln.<br /><br />Bernd Schmitz <a href="http://multimediablog.net">multimediablog.net</a>: Die Öffnung von Facebook hat einen neunen &quot;Standard&quot; für API´s geschaffen. Der Einstieg für neue Web-Anbieter, die versuchen mit weiteren Diensten sich dort anzudocken, ist sehr einfach. Somit werden die Anzahl der Startups eher proportional dadurch steigen. Allerdings steigt die Anzahl der Nutzer nicht mit derselben Geschwindigkeit. Somit wid der Long Tail nicht verkürzt. Alleridings sind die wirklich offenen Struktren von Facebook wirklich interessant. ABER bei der Zielgruppe der deutschen Studenten hingegen... Die hängen immer noch alle in StudieVZ und ich weiß nicht wie schnell hier eine &quot;Völkerwanderung&quot; passieren kann. Auch wenn Facebook von den Fukntionen besser ist, die Nutzer (Studenten) haben in StudiVZ ihre starken Subcommunities mit etlichen Untergruppen, und die funktionieren..... They never change...<br /><br /><span style="font-weight: bold;">(wird fortgesetzt, gern auch das Kommentarfeld benutzen ;) )</span><br /><br />
<br />
----<br />Diese Umfrage geht immer an alle meine akuell aktiven Chatkontakte, wg. Transparenz:<br />* = ist Kunde von mir<br />** = kriegt Geld oder anders von mir bzw. arbeitet mit mir in Projekten for-profit oder non-profit.<br /> <br /><br /> &nbsp;]]></description>
<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 10:52:06 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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<title>netzstimmen am 15.6.2007</title>
<link>http://netzstimmen.de/eintrag.php?id=58</link>
<description><![CDATA[* Synergien sind immer gut, gell? <a href="http://blog.imageloop.com/2007/06/14/web-20-cooperation-imageloop-grants-moving-pictures-to-german-service-portal-blauarbeitde/">imagelooop kooperiert mit blauarbeit.de</a> <br />* Bei Johnny wurden ganz klar dir <a href="http://www.spreeblick.com/2007/06/14/okay-raus-mit-der-sprache/">Grenzen des guten Geschmacks</a> überschritten.<br />* Qype <a href="http://de.blog.qype.com/2007/06/14/eigentlich/">ist überfordert</a> von zu viel Userfeedback (2).<br />* Im adical-<a href="http://www.werbeblogger.de/2007/06/14/pruegelt-adical-pruegelt-ihr-euch-selbst/">Ethik-Seminar</a>: Patrick &quot;lügt&quot; und andere haben Schwierigkeiten mit Mathe.<br />* FON goes mobile und bietet <a href="http://blog.fon.com/de/archive/technology/fonconnector-beta-1.html">eine kleine App.  </a>- Ich hab mir übrigens dei FONtenna bestellt für 7 Euro incl. Versand (Rabatt) und werd testen ob ich vom Marktplatz aus an meinen SONspot komme ;)<br />* <a href="http://www.dealjaeger.de/blog/2007/06/14/unwagbarkeiten-des-offline-shoppings/">Offline shoppen ist gefährlich</a>, wissen die dealjäger.<br />* Und die SinnerSchraderer sind gut im <a href="http://feeds.feedburner.com/~r/Fischmarkt/~3/124645220/ueberholungstaeter.html">Weglaufen.</a><br /><br /> <br /><br /> &nbsp;]]></description>
<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 09:54:57 +0200</pubDate>
<dc:creator>oliverg</dc:creator>
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